Es ist heiß. Jetzt sind Spaziergänge im und am Wald besonders schön. Hier einige Eindrücke des Rottals im Juni – begleitet von hübschen Kälbern und Blauflügel-Prachtlibellen (Calopteryx virgo). Am Wegesrand blüht im Wald die Pflanze mit dem wunderschönen Namen „Wald-Wachtelweizen“.
„Ich gehe mal schnell in den Schatten!“Kühle Waldluft in der LugenzSankt Wolfgang – Weng – Bad GriesbachEs summt in den Lindenblüten…
Gestern sind wir zum ersten Mal den Reut- Noppling Wanderweg E gegangen. Eine romantische Wanderung – mit etwas zu viel Asphalt – im schönen Taubenbachtal. Gesehen: ein Reh – glückliche Hühner und ganz viele Hähne – glückliche Esel, Pferde und Galloways – schöne Höfe und Landschaften.
Gestern ich mal wieder nach „unseren“ Birnbacher Störchen auf ihrem Brauereikamin geschaut. Sie haben in diesem Jahr schon Anfang März angefangen zu brüten. Zurzeit ist immer mindestens ein Storch im Nest. Denn Störche wechseln sich bei der Brut ab. Sobald die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Elternteile intensiv um die Fütterung und den Schutz.
Nach etwa 32 Tagen Brut schlüpfen die Jungen. In Bad Birnbach sieht man sie allerdings meist erst, wenn sie das Köpfchen so hochhalten können, dass sie über den hohen Horstrand zu sehen sind und das ist meist im Mai der Fall. Wir dürfen uns also jetzt schon fragen, wie viele Storchenbabys es in diesem Jahr geben wird.
Geduld ist gefragtEin Partner fliegt fort, der andere bleibt im Nest
Meine Rubrik „Naturbeobachtung“ im Bad Birnbacher Kulturspatz
ENDLICH ist der März da! Hoffentlich blüht uns ein schönes Frühjahr! Jedenfalls ist der neue Bad Birnbacher Kulturspatz da und somit wieder meine Naturbeobachtungen und Fotos von Wildtieren in unserer Region.
Hasenhochzeit in Bad Birnbach
Unsere Natur im März: Frühlingsgefühle
Frühlingsbeginn und Vogelwelt
Mit dem Beginn des Frühlings wird die Natur lebhaft und die Vogelwelt schmettert ihre Lieder. Nach dem kalten Winter ist der Frühlingsanfang einfach eine große Freude, selbst wenn es noch Kälteeinbrüche gibt: Überall hört man Vogelgesang, und die Frühblüher bringen wieder Farben in die Welt.
Einige Kiebitze kehren jetzt aus den Überwinterungsgebieten ins Rottal zurück und bilden Paare. Andere schwärmen noch mit vielen Staren und wollen möglichst schnell in ihre Brutgebiete, um dort ihre Reviere zu belegen. Der Kiebitz ist ein gefährdeter Bodenbrüter, der leider sehr selten geworden ist.
Auch die Weißstörche sind unterwegs. Im März beginnen sie meist mit dem Brüten. Der Horst auf dem alten Brauereikamin wird mit Hingabe ausgebessert, und es gilt, unbedingt Nebenbuhler fernzuhalten. Zwischendurch werden auf Feldern und Wiesen Schnecken, Käfer, Maulwürfe und Frösche als Nahrung gefangen. Die Brutdauer beträgt etwa 32 Tage, und wir hoffen wieder auf hübsche Storchenkinder.
Ein Fasan im Kurpark
Natur im Kurpark und an der Rott
Im Kurpark und an der Rott hüpfen Buchfinken, Rotkehlchen und Meisen umher. Die Singdrossel lässt ihr Lied erklingen, das einer Opernarie ähnelt. Die ersten Schmetterlinge zeigen sich schon, und es beginnt zu blühen: Huflattich und Sumpfdotterblumen konkurrieren mit der Sonne, während Veilchen, Primeln und Schlüsselblumen sich hinzugesellen. Ein ganz besonderes Schauspiel ist die „Hasenhochzeit“, bei der mehrere Feldhasen-Männchen um die Gunst des Weibchens buhlen.
Besonderes Konzerterlebnis
Ab März kann man ein besonderes Konzerterlebnis genießen, wenn immer mehr Vögel singen. Das natürliche Konzertprogramm wird aufgrund seiner zeitlichen Abfolge auch als „Vogeluhr“ bezeichnet. Verschiedene Vogelarten haben unterschiedliche Auftrittszeiten. Der Hausrotschwanz singt bereits 60 bis 90 Minuten vor Sonnenaufgang, während der Star später mit seinem Ständchen beginnt. Die zeitlich versetzten Gesänge der Vogelarten verhindern, dass die Männchen in der Fülle der Melodien untergehen. Gesungen wird meist vom Männchen, um das Revier zu verteidigen und ein Weibchen anzulocken.
Sich paarende Weißstörche – Horst auf dem alten Brauereikamin in Bad Birnbach
Frühlingsgefühle und Liebespaare
Jetzt finden sich Liebespaare, und die Natur erwacht zu neuem Leben. Wir begegnen immer mehr Naturwundern und Wildtieren, einschließlich verliebter Feldhasen.
Das Gasthaus Schreibauer – Aquarell – Watercolorpainting
Direkt gegenüber dem Bad Birnbacher Bahnhof steht das Gasthaus Schreibauer. Jedes Mal, wenn ich den Zug nehme, bewundere ich dieses hübsche Wirtshaus, das mit seinem Nebenhaus und den Stallungen sehr harmonisch in die Landschaft eingebunden ist. Das Wirtshaus ist ein schönes, zweigeschossiges Gebäude mit gelben Putzgliederungen, liebevollen Details und einem roten Satteldach, vermutlich um 1900 gebaut.
Das Restaurant ist nun schon seit einigen Jahren geschlossen. Berndt und ich haben dort einmal in der gemütlichen Gaststube „Ripperl“ gegessen. Auf dem blauen Eingangsschild steht noch: „Gasthaus Schreibauer – Kegelbahn“, denn auch eine Kegelbahn gab es, wie es sich für ein „original boarisches Wirtshaus“ gehört.
Ich hoffe, das Gebäude bleibt erhalten und bewohnt, sodass es weiterhin fröhlich alte und neue Geschichten erzählen kann. Ein kleines, architektonisch wertvolles „Sacherl“, ein kleiner Dreiseithof, ein altes Wirtshaus mit Nebengebäuden – egal wie man es nennt, es ist einfach schön…