Es war so schee und heiter und voller Licht in der Weinlaube der Süßen Manufaktur in Pfarrkirchen, dass ich das einfach zeichnen und malen wollte. Heute hab ich es getan! Wer der Hund da vorne ist? Das ist die Lilly, der Prager Rattler, ein Stammgast vom Eigentümer Klaus Friederich!
Die Jausenstation am Hausberghof im Rottal in NiederbayernDas uralte und romantische Wohnhaus
Ein Stück heile Welt. Unter einer uralten Hoflinde neben einem blühenden Bauerngarten und am romantischen Wohnhaus haben wir eine wunderbare Brotzeit gehabt. Wo? Im Hausberghof bei Egglham oben auf den Rottaler Hügeln. Da der Radweg direkt am Hof vorbeiführt, ließen wir uns von der „Jausenstation“-Tafel verführen.
Der Öko-Landwirt Anton Dapont hieß uns sehr freundlich willkommen und brachte uns gleich eine Brotzeitplatte mit verschiedenen Bio-Specksorten. Denn der leidenschaftliche Bio-Bauer züchtet und hält selbst Schweine in Freilandhaltung. Ganz alte Rassen: Das Berkshire und das Turopolje-Schwein. Bevor man an den Hof kommt, radelt man an einer Herde Schafe vorbei. Alpine Steinschafe sind das, eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist. Und Aubrac-Rinder stehen weiter unten auf der Weide.
„Wir wollen eine Landwirtschaft auf biologischer Basis unter Berücksichtigung der Permakultur sowie alten, widerstandsfähigen Haustierrassen, im Einklang von Natur, Tier und Mensch“, so Dapont.
Ich freue mich immer sehr, wenn ich solche Kleinode in unserer Gegend entdecke und empfehle insbesondere Radlern die tolle Jausenstation (April bis Oktober – Sa, So, Feiertags ab 11 Uhr).
Anton Dapont gehört übrigens auch zu den Direktvermarktern Rottal-Inn.
Hier mehr Info über den Hof, der bereits vor 1000 Jahren erwähnt wurde:
Die Berkshire-Schweine in Freilandhaltung . es ist die älteste englische EdelschweinrasseAubrac-Rinder: Ganzjährig auf der Weide.Bier trinken unter der alten Linde.
Wenn man genau hinschaut, kann man an der Rott ganz viele Vögel und Pflanzen entdecken, die man nicht mehr oft oder gar selten in Deutschland sieht. Mit Zeit und Ruhe kann man hier viel entdecken. Hier sieht man die Rott bei Bad Birnbach.
Ein Reh schaut aus dem Getreide. Was hat da geraschelt?Ich bin die Hof-Katze und passe genau auf 🙂Riesige Vierseithöfe gibt es im Rottal. Manche zerfallen. Das Rottaler Hügelland Der Kaisermantel. Ein schöner Name für einen prächtigen Schmetterling
Gestern war ich im angrenzenden Wald. Auf der Wanderung konnte ich wieder feststellen, welche Ausmaße die Kahlflächen bekommen haben. Ein beklemmendes Gefühl…
Der Wald hat aber viele Gesichter bekommen: Hier und da wachsen schon die neuen Bäume gut in die Höhe, ein Meer von frischem Grün.
Auf anderen Flächen denkt man: „Wald oder Wüste?“. Es bietet sich ein trauriges Bild: Baumstümpfe, abgerissene Äste, vom Laster gefallene Hackschnitzel-Haufen. Dafür hat man ganz neue Sichten und Panoramen und ungewohnte Blicke auf Nachbarorte.
„Käferholz“
Immer wieder nimmt man auch den Verbiss an jungen Tannen und Pflanzen wahr. Deswegen werden bestimmte Flächen inzwischen eingezäunt. An bestimmten Stellen kommen die „Schwammerl“ wieder hoch, an anderen fehlen sie. Wie es weiter geht mit unseren Wäldern, kann wohl niemand mit Sicherheit sagen.
Die Gründe für diese Entwicklung liegen laut Umwelt-Organisationen in der Massenvermehrung des Borkenkäfers, der sich aufgrund der Trockenheit der letzten Jahre in den Fichtenbeständen ungehemmt entwickeln konnte.
Der Natur fehlten in den Jahren 2018 und 2019 bis zu einem Drittel der Niederschläge, die in früheren Jahren üblich waren. Jetzt sei es an der Zeit, den Grundstein für den Aufbau trockenheitsresistenter, zukunftsfähiger, laubholzreicher Wälder zu legen.
Auch wenn wir entsetzt auf das Phänomen Borkenkäfer blicken wie auf eine moderne Plage, sollte uns bewusst sein, dass es auch in der Vergangenheit Borkenkäfer-Einfälle gab.
Nun ist die Frage, was man in früheren Zeiten über das gefürchtete Insekt wusste. Ich wurde fündig im Blatt Ökonomische Neuigkeiten und Verhandlungen, Juli 1812. Im „Beitrag zur Geschichte der Wurmtrockniß“ vermutet der Autor – ein Forstdirektor in Böhmen – die Wurmtrockniß sei „vor beinahe 50 Jahren“ entstanden und zunächst vom Botaniker Johann Gottlieb Gleditsch (*1714; † 1786) wissenschaftlich beschrieben.
Hier wird also angenommen, dass die ersten Borkenkäferplagen um 1760 entstanden sein könnten. Hier mehr darüber: