Wandern im Frühlingslicht bei Ering am Inn

Eine ruhige Landstraße führt zu einem kleinen Dorf mit traditionellen Gebäuden und einer Kirche im Hintergrund, umgeben von üppigem, grünem Laub und blühenden Wiesen.
Sankt Anna Kapelle bei Ering am Inn

Alles leuchtet im Licht. Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke jubeln einander zu, während im Hintergrund das melancholische Lied des Schwarzspechts daran erinnert, dass selbst der Frühling die Trauer nicht bannen kann.

Saftiges, sattes Grün in unzähligen Nuancen – von Maigrün und Zinnobergrün bis hin zu Veroneser Grün – hebt sich ab vom dunklen Schwarz der Fichten und Tannen, deren Spitzen sich keck in ein zartes Gelb kleiden. Die Sumpfdotterblume lächelt etwas hochmütig: Ich kleide mich ausschließlich in Gold. Die Falter taumeln von Löwenzahnblüte zu Knoblauchrauke, und ich bin durchdrungen von Licht.

Danke, sagt mein Herz.

Blick auf ein kleines Dorf umgeben von saftig grünem Laubwald und Bäumen, mit Häusern und einem auffälligen, weißen Turm im Hintergrund.
Schöne Panoramen
Informationstafel zur Ering Tour 16, die von St. Anna und dem heiligen Bruder Konrad handelt. Enthält historische Informationen, interessante Punkte entlang der Strecke und Eckdaten über die Wanderung.
Diese Ering Tour 16 sind wir heute gegangen

Allein in der Puszta! Hortobagy Nationalpark

Rotfußfalke in der Puszta – Falco vespertinus –  red-footed falcon

The cultural landscape of the Hortobágy Puszta consists of a vast area of plains and wetlands in eastern Hungary.

Vollkommen allein in der Puszta! Heute hatten wir unseren ersten Ausflug in die ungarische Grassteppe im Nationalpark Hortobagy. Wenn man mit dem Auto durchfährt, mutet sie beinahe langweilig an. Flach, gleichförmig. Erst wenn man „drin“ ist, bekommt eine Ahnung, dass das alles ganz anders ist.

Immer wieder streift der Blick über die wilde Weite und was kommt, ist die Ruhe.

Zunächst einmal die Farbe…Sie besteht jetzt, im September, aus tausend Schattierungen und Nuancen von gelb, grau und grün. Veroneser grün, Goldocker und gebrannte Erde würde ich nehmen, um sie zu malen.

Nationalpark Hortobagy Ungarn – Hungary

Und dann die Dimensionen: Weit, weit, unendlich streift das Auge am Horizont und doch ist das, was zählt, in den Details: Auf den kargen und salzigen Bodenflächen wachsen wirre Gräser, Ampfer, Strand-Beifuß (Artemisia maritima), Federgras  und plötzlich leuchtet einem darin ein intensiv blaues Blümchen aus der Art der Rittersporne entgegen. Zaunpfähle, auf denen Rotfußfalken sitzen. Soo viele Rotfußfalken! Sie sitzen nicht nur auf den Pfählen, sondern rasen durch den Himmel, von Krähen gejagt. Ach ja, die Krähen! Davon gibt es wirklich viele, ihr Gekrächze erfüllt immer wieder die Luft. Es sind Saatkrähen. Hier und da ein einzelner Strauch, kleine Robinienwälder.

Eine sehr vielfältige Pflanzenwelt auf alkalinen und salzigen Böden
Nadia und Berndt Baumgart in der Puszta in Ungarn
Komplett allein in der ungarischen Steppe- Ein Gefühl von Weite, Ruhe und Freiheit

Und ganz hinten riesige Rinderherden. Hier auf den Fotos handelt es sich um privat gehaltene Rinder. Die typischen Graurinder des Parks werden wir in den nächsten Tagen sehen.

Interessant ist auch, dass sich immer wieder Pflanzengesellschaften abwechseln. Kaum ist es irgendwo nasser oder reicher an Humus, erscheinen andere Pflanzen. Hier seien nur einige genannt: Hohes Kammgras (Agropyron cristatum), Federgras (Stipa), Muskatellersalbei, Wolfsmilchgewächse. Kleine Wiesenraute (Thalictrum minus), Schuppenschwanz (Pholiurus pannonicus, auch bekannt als Pannonisches Gras), Schafgarbe, Kamille und Falscher Schaf-Schwingel (Festuca pseudovina).

Die Puszta
Szalka- Halom Nature Trail – Ein Naturpfad im Nationalpark Hortobagy
Ein passendes Gedicht von Berndt

Der Sommer ist da!

Abflug in den Sommer !

Jetzt scheint der Sommer mit viel Sonnenschein und Wärme endgültig da zu sein. Gestern konnten wir an der Rott einen Großen Schillerfalter entdecken. Das hat mich umso mehr gefreut, weil wir bisher noch kaum Schmetterlingen begegnet sind. Der Große Schillerfalter steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten in Bayern. Inzwischen sind leider viele heimische Arten selten geworden. Biotope helfen, sie zu erhalten.

Der Große Schillerfalter/ Grand mars changeant (Apatura iris)
Gewöhnlicher Natternkopf/ Vipérine (Echium vulgare)

Wenn der Natternkopf blüht, ist für mich der Sommer da. Wo an den Inndämmen noch nicht gemäht wurde, ist zurzeit die ganze Farbenpracht dieser dekorativen Pflanze zu bewundern

Natur im Rottal im September

Naturbeobachtungen- September – Bad Birnbacher Kulturspatz

Our nature in September – Notre nature en septembre

Unsere Natur im September – Buntes Laub und Vogelzug – Mein Beitrag im Kulturspatz

Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt jetzt die Landschaften in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen, die auf den Spinnweben glitzern, und lässt das bunte Laub aufleuchten. Selbst wenn das Wetter nun wechselhafter wird, sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region ganz besonders reizvoll.

In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt. Während sich an der Rott Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten lassen, ist der Vogelzug in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten an der Rott und die Rauchschwalben fangen an, in den Süden zu fliegen. Es lohnt sich, einen Blick in den Himmel zu werfen: Vielleicht durchquert ihn gerade einer der Bad Birnbacher Störche? Oder zeigt sich etwa ein Mäusebussard auf der Jagd?

In den Rottaler Wäldern, beispielsweise der Lugenz oder in Aunham, locken jetzt lange Spaziergänge durch Wälder, in denen sich immer mehr Farbtöne zeigen. Immer wieder lassen sich nicht nur Blicke auf weite Landschaften erhaschen, sondern auch mit etwas Glück auf Feldhasen und Rehe. Das Rehwild wird im September nämlich aktiver und lässt sich nun öfter sehen.

Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Finken und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren. Bunte Stieglitze tummeln sich in den Wiesen und naschen an den Samen.

Wandern im Rottal ist immer schön
Die Altstörche sind im September noch im Kurort zu sehen – Ob sie wieder hier überwintern?
Der Große Feuerfalter – Leider sind in diesem Jahr weniger Schmetterlinge zu sehen
Abendrot über dem Lugenzwald – Atemberaubend!

Und hier noch ein kurzes Video zum Thema:

Frühlingsanfang in der Natur – Early spring

Ein aufmerksamer Kiebitz (Vanellus vanellus) mit seinem glitzernden Gefieder

Frühlingsanfang im Rottal – Kiebitze, Kleiber, Birnbacher Storch.

Early spring in Lower Bavaria with lapwings, nuthatch and stork

Printemps an Basse-Bavière avec vanneaux huppés, sitelle et cigogne

Kleiber (Sitta europea) – Nuthatch – Sitelle
Der Storch meditiert auf dem Kirchendach

Und hier nochmal alles im Video: