
Archiv für den Monat Februar 2025
Ein schönes Rottaler „Sacherl“ – Das alte Gasthaus

Direkt gegenüber dem Bad Birnbacher Bahnhof steht das Gasthaus Schreibauer. Jedes Mal, wenn ich den Zug nehme, bewundere ich dieses hübsche Wirtshaus, das mit seinem Nebenhaus und den Stallungen sehr harmonisch in die Landschaft eingebunden ist. Das Wirtshaus ist ein schönes, zweigeschossiges Gebäude mit gelben Putzgliederungen, liebevollen Details und einem roten Satteldach, vermutlich um 1900 gebaut.
Das Restaurant ist nun schon seit einigen Jahren geschlossen. Berndt und ich haben dort einmal in der gemütlichen Gaststube „Ripperl“ gegessen. Auf dem blauen Eingangsschild steht noch: „Gasthaus Schreibauer – Kegelbahn“, denn auch eine Kegelbahn gab es, wie es sich für ein „original boarisches Wirtshaus“ gehört.
Ich hoffe, das Gebäude bleibt erhalten und bewohnt, sodass es weiterhin fröhlich alte und neue Geschichten erzählen kann. Ein kleines, architektonisch wertvolles „Sacherl“, ein kleiner Dreiseithof, ein altes Wirtshaus mit Nebengebäuden – egal wie man es nennt, es ist einfach schön…
Vogelwelt an der Rott Ende Februar

Heute an der Rott. Der erste Bad Birnbacher Kiebitz ist da. Über die Schutzmaßnahmen dieses bedrohten Vogels im Landkreis füge ich weiter unten für Interessierte einen Link vom LPV Rottal-Inn ein. So langsam wird es wärmer und die Vogelwelt verändert sich: zurzeit sieht man an der Rott und den umgebenden Wiesen/ Feldern viele Stare, Graugänse und Goldammern. Auch das Lachen des Buntspechts ist nicht zu überhören. Der Seidenreiher (grauer Schnabel) ist wieder da und mit ihm der Silberreiher (gelber Schnabel) sowie Graureiher. Die hübschen Krickenten sind mit Stockenten und Gänsesägern unterwegs. Die Winterlinge blühen, die ersten Bienen summen: Es tut sich was! Der Frühling ist nicht mehr weit!
Zu den Schutzmaßnahmen von Wiesenbrütern in unserem Landkreis:





(Ardea alba, Syn.: Casmerodius albus, Egretta alba)

Sonne und Kiebitze im Ibmer Moor

Heute bei strahlender Sonne im Ibmer Moor in Oberösterreich. Die ersten Kiebitze sind da!! Das Ibmer Moor ist die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs und europäisches Vogelschutzgebiet.
Da die Moore teilweise trockengelegt worden waren (durch Torfstich, Entwässerung oder intensive Beweidung) und wieder vernässt werden mussten, haben sich Bäume angesiedelt, was in einem intakten Moorgebiet nicht passiert. Die Moorlandschaft wird dort, wo Bäume und Büsche wachsen, offen gehalten. Sonst könnten dort Kiebitze und Brachvögel nicht mehr brüten.
Zum ersten Mal konnte ich gut beobachten und sogar filmen, wie ein männlicher Kiebitz eine Kuhle (Nestmulde) mit seiner Brust baut, um das Weibchen anzuziehen. Dieses Verhalten ist Teil der Balz.




Und hier im Video:
Stadtluft

Stadt-Impressionen gestern in München. Mit der Bahn aus Bad Birnbach hin und zurück.
Die Highlights:
Die wundervolle Musik des Trios UkrBand mit der großen Balalaika
Die orangenen Augen der Tauben im Vorfrühlingslicht
Die Jugendstil-Ausstellung in der Kunsthalle









„München um 1900: In der Ottostraße 1 entwirft Franziska Scheller das Tagesmenü ihres vegetarischen Luxusrestaurants Ethos: Kaiser-Friedrich-Suppe – Nudelauflauf mit Tomatentunke. Creme mit Fruchtunterlage. Das Augenmerk liegt auf frisch zubereiteten, naturbelassenen Produkten, die in variantenreichen Aufläufen, in Wasserbad gegarten Puddings oder Bratlingen Eingang finden. Überlegungen zur Naturbelassenheit von Nahrungsmitteln stellen demnach keine Erfindung der „Ökos“ in den 1970er-Jahren oder erst unserer Tage dar; dies alles gab es bereits in der avantgardistischen Zeit um 1900 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs.“ (Quelle: Literaturportal Bayern)