Die Bad Birnbacher Storchensaison 2025 hat begonnen

Das Storchenpaar auf dem alten Brauereikamin mitten im Ort

Wie in den letzten Jahren ist das Storchenpaar nur einige Wochen im Winter in milderen Gefilden (eventuell Bodensee) gewesen und hält sich schon seit etwa Mitte Februar wieder in unserer Gegend auf. Immer wieder sieht man sie auf der Suche nach Nahrung (Schnecken, Insekten, Würmer etc) durch die Wiesen stolzieren. Sie haben ihren Horst ausgebessert, halten sich nun vermehrt im Nest auf, kraulen und paaren sich und werden wohl bald mit dem Brüten beginnen.

Nos cigognes dans notre village en Bavière/ Our storks in Bavaria

Einer der beiden Störche chillt in der Sonne
Noch streifen sie zusammen durch die Wiesen. Wenn sie anfangen zu brüten, wird einer der beiden Elternteile abwechselnd im Horst bleiben.

Seit 2018 brütet ein Storchenpaar auf dem alten Brauereikamin mitten in Bad Birnbach.
Im August 2014 ließ Monica Gräfin von Arco auf Valley ein Storchennest auf dem alten Brauereikamin errichten. Schon 2015 landete der erste Weißstorch auf dem Nest und 2018 gab es aus diesem Horst erstmals eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln. Inzwischen sind mehrere Jungvögel in Bad Birnbach ausgeflogen.

Störche in Bad Birnbach März 2025
Eine schöne Erscheinung!

Vorfreude auf den Frühling – Frühlingsgefühle

Meine Rubrik „Naturbeobachtung“ im Bad Birnbacher Kulturspatz

ENDLICH ist der März da! Hoffentlich blüht uns ein schönes Frühjahr! Jedenfalls ist der neue Bad Birnbacher Kulturspatz da und somit wieder meine Naturbeobachtungen und Fotos von Wildtieren in unserer Region.

Hasenhochzeit in Bad Birnbach

Unsere Natur im März: Frühlingsgefühle

Frühlingsbeginn und Vogelwelt

Mit dem Beginn des Frühlings wird die Natur lebhaft und die Vogelwelt schmettert ihre Lieder. Nach dem kalten Winter ist der Frühlingsanfang einfach eine große Freude, selbst wenn es noch Kälteeinbrüche gibt: Überall hört man Vogelgesang, und die Frühblüher bringen wieder Farben in die Welt.

Einige Kiebitze kehren jetzt aus den Überwinterungsgebieten ins Rottal zurück und bilden Paare. Andere schwärmen noch mit vielen Staren und wollen möglichst schnell in ihre Brutgebiete, um dort ihre Reviere zu belegen. Der Kiebitz ist ein gefährdeter Bodenbrüter, der leider sehr selten geworden ist.

Auch die Weißstörche sind unterwegs. Im März beginnen sie meist mit dem Brüten. Der Horst auf dem alten Brauereikamin wird mit Hingabe ausgebessert, und es gilt, unbedingt Nebenbuhler fernzuhalten. Zwischendurch werden auf Feldern und Wiesen Schnecken, Käfer, Maulwürfe und Frösche als Nahrung gefangen. Die Brutdauer beträgt etwa 32 Tage, und wir hoffen wieder auf hübsche Storchenkinder.

Ein Fasan im Kurpark

Natur im Kurpark und an der Rott

Im Kurpark und an der Rott hüpfen Buchfinken, Rotkehlchen und Meisen umher. Die Singdrossel lässt ihr Lied erklingen, das einer Opernarie ähnelt. Die ersten Schmetterlinge zeigen sich schon, und es beginnt zu blühen: Huflattich und Sumpfdotterblumen konkurrieren mit der Sonne, während Veilchen, Primeln und Schlüsselblumen sich hinzugesellen. Ein ganz besonderes Schauspiel ist die „Hasenhochzeit“, bei der mehrere Feldhasen-Männchen um die Gunst des Weibchens buhlen.

Besonderes Konzerterlebnis

Ab März kann man ein besonderes Konzerterlebnis genießen, wenn immer mehr Vögel singen. Das natürliche Konzertprogramm wird aufgrund seiner zeitlichen Abfolge auch als „Vogeluhr“ bezeichnet. Verschiedene Vogelarten haben unterschiedliche Auftrittszeiten. Der Hausrotschwanz singt bereits 60 bis 90 Minuten vor Sonnenaufgang, während der Star später mit seinem Ständchen beginnt. Die zeitlich versetzten Gesänge der Vogelarten verhindern, dass die Männchen in der Fülle der Melodien untergehen. Gesungen wird meist vom Männchen, um das Revier zu verteidigen und ein Weibchen anzulocken.

Sich paarende Weißstörche – Horst auf dem alten Brauereikamin in Bad Birnbach

Frühlingsgefühle und Liebespaare

Jetzt finden sich Liebespaare, und die Natur erwacht zu neuem Leben. Wir begegnen immer mehr Naturwundern und Wildtieren, einschließlich verliebter Feldhasen.

Bärentanz – Eine besondere Freundschaft Humorvolle Illustration

Friendship – Aquarelle – Watercolorpainting – Humor – Illustration

Ein schönes Rottaler „Sacherl“ – Das alte Gasthaus

Das Gasthaus Schreibauer – Aquarell – Watercolorpainting

Direkt gegenüber dem Bad Birnbacher Bahnhof steht das Gasthaus Schreibauer. Jedes Mal, wenn ich den Zug nehme, bewundere ich dieses hübsche Wirtshaus, das mit seinem Nebenhaus und den Stallungen sehr harmonisch in die Landschaft eingebunden ist. Das Wirtshaus ist ein schönes, zweigeschossiges Gebäude mit gelben Putzgliederungen, liebevollen Details und einem roten Satteldach, vermutlich um 1900 gebaut.

Das Restaurant ist nun schon seit einigen Jahren geschlossen. Berndt und ich haben dort einmal in der gemütlichen Gaststube „Ripperl“ gegessen. Auf dem blauen Eingangsschild steht noch: „Gasthaus Schreibauer – Kegelbahn“, denn auch eine Kegelbahn gab es, wie es sich für ein „original boarisches Wirtshaus“ gehört.

Ich hoffe, das Gebäude bleibt erhalten und bewohnt, sodass es weiterhin fröhlich alte und neue Geschichten erzählen kann. Ein kleines, architektonisch wertvolles „Sacherl“, ein kleiner Dreiseithof, ein altes Wirtshaus mit Nebengebäuden – egal wie man es nennt, es ist einfach schön…

Vogelwelt an der Rott Ende Februar

Der erste Bad Birnbacher Kiebitz landete am 21.02.2025 – First lapwing (Vanellus vanellus) of the year in our town

Heute an der Rott. Der erste Bad Birnbacher Kiebitz ist da. Über die Schutzmaßnahmen dieses bedrohten Vogels im Landkreis füge ich weiter unten für Interessierte einen Link vom LPV Rottal-Inn ein. So langsam wird es wärmer und die Vogelwelt verändert sich: zurzeit sieht man an der Rott und den umgebenden Wiesen/ Feldern viele Stare, Graugänse und Goldammern. Auch das Lachen des Buntspechts ist nicht zu überhören. Der Seidenreiher (grauer Schnabel) ist wieder da und mit ihm der Silberreiher (gelber Schnabel) sowie Graureiher. Die hübschen Krickenten sind mit Stockenten und Gänsesägern unterwegs. Die Winterlinge blühen, die ersten Bienen summen: Es tut sich was! Der Frühling ist nicht mehr weit!

Zu den Schutzmaßnahmen von Wiesenbrütern in unserem Landkreis:

Noch wirken die Farben an der Rott melancholisch
Zurzeit hört man oft das Lachen des Buntspechts
Krickenten-Family – Anas crecca
Der Seidenreiher (Egretta garzetta). Immer wieder taucht er an der Rott auf. Manchmal ist auch ein Paar im Sommer zu sehen. Brutnachweise gibt es allerdings keine.
Der Silberreiher ist viel größer als der Seidenreiher und hat einen gelben Schnabel.
(Ardea alba, Syn.: Casmerodius albus, Egretta alba)
Winterlinge – Endlich etwas Farbe!