Radfahren auf dem Land // En vélo en campagne

Illustration

Bike tour at the country side

Meine erste große Radtour habe ich gemacht, als ich 17 war. 1978. Da gab es keine Radwege auf dem Land, nur in der Stadt. Mit einer Cousine fuhr ich mit einem Klapprad durch das Sauerland und zählte tot gefahrene Tiere am Straßenrand. Wir fuhren auf kurvigen Landstraßen.

Später habe ich in Straßburg studiert und aus Kostengründen in einem Dorf gelebt…Der Bus fuhr nur zweimal täglich, ich hatte damals keinen Führerschein, also fuhr ich zeitweise 40 Kilometer am Tag mit dem Rad – nur um zur Uni zu kommen. Das war nicht besonders romantisch.

Inzwischen hat sich die Situation verändert, aber immer wieder kommt es doch zu solchen Bildern, die mich schmunzeln lassen…Viele klagen über den Mangel an Radwegen in ländlichen Gebieten, aber ich habe Verständnis dafür, dass es sie nicht überall geben kann. Wer sie überall haben will, muss alle Landstraßen erweitern, das heißt auch mehr Asphalt…Alles hat so seine Pro- und Contra-Seiten…Dort wo wirklich viel geradelt wird, machen Radwege wohl einen Sinn…

#landleben #radaufdemland #illustration

Portrait einer Portraitmalerin – Alice Neel

Portrait einer Malerin - Alice Neel

Ink drawing of the painter Alice Neel – Portrait à l´encre de la peintre américaine Alice Neel

Gestern hörte ich einen Podcast über eine Malerin, die ich bisher nicht kannte: Alice Neel (1900-1984). Während ich den Interviews der amerikanischen Künstlerin lauschte, googelte ich nach ihren Bildern. Und siehe da, was für eine Entdeckung! Da ihre Bilder mich sehr berührt haben, habe ich mich für diese Tuschezeichnung von einem Foto der Malerin inspirieren lassen.

Diese Frau hat Portraits gemalt. Eigentlich sprach sie gar nicht von Portraits, sondern von “pictures of people”, also von „Menschenbildern“. Schwangere Frauen, verarmte Künstler, Immigranten. ausgegrenzte Menschen, „Verlierer“, ehrliche Selbstportraits, das waren ihre Themen. In expressionistischem Stil verlieh sie ihren Menschenbildern Sichtbarkeit und setzte sich mit der amerikanischen Gesellschaft auseinander. Dass sie lange selbst in USA unbekannt war, zeigt wieder auf, wie wenig Werke von Frauen in der Kunstszene geschätzt wurden.

Ein weiteres Hindernis war, dass sie in der Nachkriegszeit weiterhin figurativ und realistisch malte, was damals verpönt war.

Gut, dass die Gemälde der Alice Neel seit den 70ern doch noch in USA und inzwischen vermehrt in Europa ausgestellt werden. Zurzeit sind ihre Werke im Centre Pompidou zu sehen.

Hier mehr vom Arte Magazin

#portrait #malerin #tuschezeichnung

Rottaler Landschaft – Aquarelle

Aquarelle von Nadia Baumgart
Herbstlandschaft – Holzland – Aquarelle // Bavarian landscape – Watercolorpainting

Philosophinnen in der Antike

Aspasia + Sokrates – Tuschezeichnung

Aspasia + Sokrates – Aspasie et Socrate

Aspasia und Sokrates

Philosophie hat mich schon früh interessiert. Als Jugendliche ging ich bei der Großmutter auf die Terrasse, schaute auf Berge und See und dachte, wie schön es wäre, dabei mit Sokrates, Platon, Aristoteles, von einer weißen Wolltunika umhüllt und umherwandelnd, über die Liebe und die Schönheit zu diskutieren.

Später dachte ich mir: „Oh je, wie naiv Du warst!“ Schließlich waren Frauen bei den Antiken nicht gerade viel wert. Eigentlich waren sie nur „Gebärmaschinen“ ohne Rechte. So dachte ich. So las ich es und stellte es auch in dem Philosophie-Studium, das ich mir später gönnte, nicht in Frage. Nur Priesterinnen und Hetären (eine Art „Edelprostituierte“) sollen eine gewisse Bildung genossen haben. Das glaubte ich, bis ich vor nicht allzu langer Zeit auf Aspasia stieß.

Sie soll eine hochgebildete Frau gewesen sein, die mit Philosophen und auch mit Sokrates Umgang pflegte. Ein Mythos ist das nicht, denn in Platons „Menexenos“ beruft sich Sokrates auf Aspasia als seine Lehrerin der Rhetorik!

Sie heiratete den Athener Perikles und hatte einen Sohn mit ihm. Sie galt aber als Ausländerin (sie kam aus Milet), somit war die Ehe ungültig. Eine schöne Ausrede für ihre Feinde, sie herabzusetzen. So nannte man sie Konkubine, Prostituierte, Hetäre. So hat man kluge Frauen schon immer herabgesetzt.

Ich bin aber sehr froh, dass es sie gegeben hat und ich sie entdecken durfte. Denn jetzt denke ich mir, ganz so naiv war ich als Jugendliche eben doch nicht. Es hätte sein können, ich hätte als Jugendliche weiblichen Geschlechts mit den großen Philosophen reden können. Ich finde es wichtig, dass Frauen wissen, dass es immer schon Ausnahmen gab. Dass es schon in der Antike Philosophinnen gegeben hat. Nur allzu gerne wird das unter den Teppich gekehrt.

Hier noch etwas Info über Aspasia: https://de.wikipedia.org/wiki/Aspasia_(Antike)

#philosophin

Kleine Traumlandschaft

Aquarelle Painting Landschaft
Aquarelle – Watercolour – Rottaler Landschaft