First nature adventures of the year in our surroundings in Lower Bavaria
FR: Nos premières aventures de l´année 2023 dans notre région en Basse-Bavière
Aufmerksam späht der Turmfalke am Ufer des Rottauensees.
FR: Le faucon crécerelle scrute le pré en attendant une belle souris
Ein Reh an der Rott – Ich liebe Rehe! – FR: Un chevreuil le long de la rivière. J´adore les chevreuils!
Heute war kurz trotz dem grauen Wetter ein schöner orangener Streifen am Himmel zu sehen. Dann hatten wir noch das Glück, zwei hübschen Rehdamen zu begegnen. Schön ist es auch zu beobachten, wie der Biber als fleißiger Landschaftsgärtner den Birnbach kostenlos renaturiert …Und Raum für neue Büsche und viele Arten schafft.
Für die meisten Menschen gehören Rehe in unsere Region. Sie sind heimische Wildtiere, die uns mit ihrer Schönheit und zierlichen Eleganz erfreuen und unsere Landschaften mit Leben füllen. Es ist zu hoffen, dass sie trotz erhöhtem Jagddruck und Wildunfällen im Verkehr weiterhin unsere Rottaler Landschaften durchstreifen.
Der Biber renaturiert den Birnbach kostenlos – FR: le travail du castor aide à rendre les rivières plus vivantesZurzeit überwintern Grau- und Silberreiher an der Rott
Nun endet das Jahr und alles beginnt von Neuem: Der Januar steht vor der Tür und bringt neue Erlebnisse und Naturbeobachtungen. Im Kulturspatz habe ich wieder versucht, einige Aspekte unserer Natur im Rottaler Winter aufzuzeigen. Hier einige Fotos aus unserer Region. Unsere Birnbacher Störche haben übrigens 2021 im Schnee ausgeharrt, bis es ihnen zu ungemütlich wurde: Mitte Januar flogen sie in mildere Gefilde. Im März 2021 waren sie wieder in ihrem Nest auf dem alten Brauereikamin.
Sie waren also knappe zwei Monate woanders. Und das muss nicht einmal der warme Süden sein, sondern ist auch z. B. in (Nord-)Bayern oder Österreich (Kärnten, Steiermark, Burgenland, etc.) möglich. Immer mehr Weißstörche sind in Bayern auch im Winter zu sehen: Inzwischen überwintern Hunderte von ihnen in Bayern.
Ein Kommentar zu dem Thema vom LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern):
„Einige Weißstörche haben in den letzten Jahren einen neuen Trend geprägt, sparen sich den Flug über die Meerenge von Gibraltar und überwintern in Spanien. Durch die verringerte Zugstrecke ergeben sich auch Verschiebungen ihres Verhaltens, so dass jedes Jahr Störche auffallen, die tatsächlich erst im Winter verschwinden (Winterflucht). Auch Weißstörche aus ehemaligen Zucht- oder Pflegestationen haben sich das Zugverhalten abgewöhnt und schlagen sich in Bayern durch. So lässt sich beim Weißstorch der mögliche Einfluss des Klimawandels nicht direkt ablesen.“
Man sieht also, dass sich in der Natur und im Verhalten von Wildtieren ständig Veränderungen ergeben. Es ist mal spannend, mal besorgniserregend, diese Anpassungen zu verfolgen. Es wird uns allen immer bewusster, dass Natur- und Artenschutz ein überaus wichtiges Thema für unsere Zukunft ist. Und so hoffe ich, dass im nächsten Jahr auch politisch Ideen umgesetzt werden, die dazu beitragen, unsere Natur zu schützen, beispielsweise die Erhaltung von Feuchtgebieten und Naturwiesen für Insekten, Reptilien und Bodenbrüter, Anlage von Hecken als Biotopvernetzungen, mehr Raum für „wilde Ecken“ und die Minimierung von Störungen an Brutplätzen durch Freizeitnutzung.
Denn: „Nichts ist so politisch wie Natur“, sagt der Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Recht hat er.
#naturbeobachtung #rottalinn
Naturbeobachtung in Bad Birnbach – Kulturspatz Januar 2023
Rehe im Rottal – Sie halten unsere Landschaften lebendig
Hoffentlich fallen die Rehe der Forstwirtschaft nicht zum Opfer… / Roe deer in Bavaria
Mein schönstes Weihnachtsgeschenk: Wildtiere vor meiner Nase! Die habe ich heute zu sehen bekommen. Einen wunderschönen Sprung Rehe zwischen Wiese, Acker und Wald!
Ich liebe Rehe! Letztens habe ich mich gefragt, was für mich Wildnis sei. Diese Frage stellt nämlich der letzte Dokumentarfilm von Jan Haft. Wildnis, das ist für mich ein Zustand, in dem Menschen mit Pflanzen und Wildtieren Frieden schließen. Das heißt natürlich nicht, dass der Mensch seine Umwelt nicht gestalten sollte, das hat er immer getan. Für mich heißt es auch nicht, dass Tierbestände nicht kontrolliert werden sollen. Es heißt für mich, dass der Mensch nicht ALLES kontrolliert und eben auch Pflanzen und Tieren einen Raum gewährt in dieser Welt.
Schließlich sind Wildtiere genauso wie wir „erschaffen“ worden. Wer an einen Schöpfer glaubt, müsste logischerweise auch den Wesen, die mit uns auf der Welt sind, Raum gewähren. Dass das Artensterben auch uns Menschen letztendlich bedroht, wird inzwischen erkannt. Und doch verachten wir weiterhin Tiere, die es noch in unserer Zivilisation aushalten. Es ist ja „nur“ ein Spatz, ein Hase, ein Reh, ein Schmetterling, nur ein „Schädling“, nur ein „Kulturfolger“.
Ich bin besorgt um unsere Rehe: die Bayerischen Staatsforste stehen für die Strategie „Wald vor Wild“ und werben für „waldangepassten Wildbestand“ mit dem Ziel, strukturreiche, gemischte und stabile Wälder zu schaffen. Seitdem werden Rehe nun als „Schädlinge“ betrachtet, die die Forstwirtschaft bedrohen.
Inzwischen geht es zwischen Forst und Jagd sogar um die „Schuldfrage“ für den problematischen Zustand unserer Wälder.
Ich gehöre allerdings zu den Anhängern des Grundsatzes „Wald und Wild“, der den Fokus auf die Schaffung und Erhaltung der Lebensräume des Wildes setzt. Denn die Verbiss-Gefährdung steht im engen Zusammenhang mit der Nahrungsverfügbarkeit. Finden Rehe auch außerhalb der Wälder Nahrung, bleibt der Verbiss tragbar.
Und so hoffe ich, dass ich auch in den nächsten Jahren noch Sprünge von Rehen im Rottal sehen kann. Denn für mich ist es so: Eine Natur, die nur noch industriell genutzt wird, lässt auch unser Leben verarmen und veröden. Jedenfalls hat mich der Anblick dieser wunderschönen Tiere heute wieder glücklich gemacht.
Nun ist die neue Ausgabe des „Bad Birnbacher Kulturspatz“ erschienen. Hier mein Beitrag zu unserer Natur im November und einige Fotos, die wir in vergangenen Jahren zu dieser Zeit an der Rott und Umgebung gemacht haben. Meist bringt der Spätherbst nicht nur Nebel, sondern auch ein romantisches Licht, da macht es Spaß, rauszugehen.
Jetzt bilden Rehe langsam Gruppen, die „Sprünge“ genannt werden
Meine Lieblingseiche im Rottal steht bei Langwinkl zwischen Bayerbach und Kösslarn
Unsere Natur im November – Nebelschwaden, Fasane und Rehe
Es ist November; der Winter mit seinen nasskalten Tagen lässt sich nun erahnen. Das sollte uns nicht davon abhalten, hinauszugehen. Denn wer genau hinschaut, findet auch jetzt viel zu entdecken. Und wer auch Nebelschwaden etwas Romantisches abgewinnen kann, ist jetzt sowieso in der richtigen Jahreszeit.
Immer wieder kommt auch die Sonne heraus und zeigt uns, wie schön selbst kahle Bäume sein können. Die wunderschöne, uralte Eiche auf dem Foto befindet sich an einem Wanderweg bei Langwinkl, nur wenige Kilometer vom Kurort entfernt. Es lohnt sich, auf Entdeckungstour zu gehen und sich bezaubern zu lassen!
An der Rott sind nun Reiher unterwegs, und im Kurpark lassen sich jetzt Blicke auf die Vögel erhaschen: Buntspecht, Kernbeißer und Stieglitz hüpfen auf den Ästen herum. Auch Fasane sind öfter zu sehen. Wussten Sie eigentlich, dass Fasane in der Antike als Jagdwild aus Asien eingeführt wurden? Sie durchstreifen schon lange unsere Wiesen. Wer sich im Rottal auf Wandertour begibt, hat jetzt auch gute Chancen, Rehwild zu sehen. Diese heimischen Wildtiere, die uns mit ihrer Schönheit und zierlichen Eleganz erfreuen, machen die Landschaften lebendig.
At the river Ilz in Bavaria – Le long du fleuve Ilz en Bavière
Gestern haben wir mal wieder einen schönen Ausflug ins romantische Ilztal gemacht. Wir haben massenhaft Schwammerl am Wegesrand gefunden. Mich fasziniert die dunkle Farbe des Ilzwassers, die durch ausgewaschene Huminstoffe aus Torf- und Moorböden entsteht. Nicht umsonst wird der lebendige Fluss „schwarze Perle“ genannt.
Alte Mühlen haben immer etwas Romantisches…So langsam kommen die schönen HerbstfarbenPilze gibt es in diesem Herbst viele!