Manchmal ist die Realität schöner als jedes Märchen!
Dass der Haarwechsel bei den Rehen jetzt beginnt, ist am Kopf des hübschen Bocks zu sehen, der von rot zu grau wechselt. Es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, Wildtiere beobachten zu können. Seit 2012 gehen Berndt und ich regelmäßig mit der Kamera im Rottal auf die Pirsch und wissen inzwischen ungefähr, wo wir welche Tiere finden. Und doch ist es immer eine Überraschung, sie zu sehen und zu bewundern!
EN: Deer in Bavaria in September
FR: Septembre est arrivé et on commence à voir davantage de chevreuils. Quelle beauté !
Rehkitz und ÄpfelMit den beiden Kitzen geht es durchs GebüschIm September sieht man die Rehe wieder
Die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) – Was für ein tolles Gelb!
Mit dem Radl auf Pirsch an der Rott. Gestern haben wir so viel erlebt, dass mir der Kopf schwirrt: Selbst einen Kuckuck konnten wir mit der Kamera „fangen“! Ansonsten die Highlights: Gebirgsstelze, Flussseeschwalben. Bachstelze, Feldhasen, Kiebitze, Störche…Die Birnbacher Störche, aber auch ein Paar im Horst über dem Gastank in Pfarrkirchen. Da gibt es hoffentlich bald viel Nachwuchs…
Im Video unten sind zu sehen: Frösche, Schmetterlinge, die Störche von Bad Birnbach und Pfarrkirchen, Flussseeschwalben, Bachstelzen, Feldhasen, Rehe und viel schöne Natur!
FR : Un tour en vélo dans notre belle nature en Basse-Bavière.
EN : Wildlife in our region in Bavaria. In the video you can see butterflies, storks, hares and more.
FR : Pour la première fois j´ai vu des pluviers en Bavière
Goldregenpfeifer! Hier rasten sie im Rottal. Sie ziehen dann in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden.
Schon der bezaubernde Name weckt Neugierde, finde ich. Letztes Jahr sagte mir ein Kenner: „In den über das Rottal ziehenden Kiebitz-Trupps sind diesmal auch Goldregenpfeifer.“
Natürlich schaute ich mir gleich Bilder im Internet und in Büchern an. Dass ich sie in diesem Jahr sehen würde, das hatte ich nicht gewagt zu hoffen. Und heute habe ich sie doch gesehen! Sie ruhten auf einem Acker und flogen dann neben einem Kiebitzschwarm über die Wiesen. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden!
Sie ziehen in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten, insbesondere in Island und Norwegen. In Mitteleuropa, Großbritannien und Nordeuropa gehen die Bestände seit längerem drastisch zurück. Mit nur noch wenigen Brutpaaren steht der Goldregenpfeifer als Brutvogel in Deutschland kurz vor dem Aussterben. Dies ist in der Regel eine Folge der Zerstörung der Moorgebiete. Immerhin können wir noch einen Blick auf die Durchzügler werfen.
Aufmerksam schauen sie aus dem Acker hervor
Heute noch gesehen: einen Waldwasserläufer, Kiebitze, die ersten Primeln und eine rosafarbene Pflanze mit dem lustigen Namen „Schuppenwurz“. Beeindruckend ist, dass die Schuppenwurz erst blüht, wenn sie schon mindestens 10 Jahre alt ist!
Waldwasserläufer (Tringa ochropus) an der RottZiehende Kiebitze (Vanellus vanellus)Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria)
// A red-backed shrike (Lanius collurio) // Une pie-grièche écorcheur // Ein Neuntöter
Gestern hatten wir das Glück einen Neuntöter in der Gegend zu sehen, ein Männchen. Heute haben wir dann woanders ein Weibchen entdeckt. Und zwar im „Wilden Eck“, wo es ein Nest im Gebüsch hat.
Und fünf Pirole flöteten in den Bäumen. Wir haben doch noch so viele Arten hier, das begeistert mich. Allerdings haben es viele Wildtierarten schwer. Wie man hier sieht, mögen viele Tiere ein bisschen wildes Chaos. Das sollten wir unseren „Kollegen“ auch gönnen