Seit ca. einem Jahr engagieren Berndt und ich uns im Heimatkundekreis von Bad Birnbach und dürfen die historische Ausstellung „1200 Jahre Bad Birnbach“ gelegentlich betreuen. Das ist spannend, weil man dabei so viel über die Gegend erfährt!
Außerdem haben wir nun die Ehre, über den Leithenbauernhof für das nächste Heimatheft zu berichten. Was der Leithenbauernhof ist? Nun, ein ehemalig sehr großer Hof, den es vermutlich schon seit dem 12. Jahrhundert gibt. Viel haben wir in Archiven recherchiert, aber auch Interviews geführt. Was dabei herausgekommen ist? Nun… dass einiges im Dunkeln liegt, aber dass dort eben immer noch das wunderschöne Wohnhaus eines ehemaligen Vierseithofes steht.
Wir recherchieren und schreiben. Im Heimatheft 29 werdet Ihr alles erfahren, was wir ermittelt haben. Denn es geht nicht nur um Ritter und Bauern, sondern auch um Elefanten und dressierte Schweine. Bleibt gespannt!
Update Dezember 2019: Nun ist der Bericht im Heimatheft 29 erschienen und hier online lesbar:
Der Greislweiher oder das „Wilde Eck“. Ein kleines Wunder der Natur.
Anfänglich bin ich achtlos an dem kleinen Wäldchen vorbei gegangen. Direkt am Kurpark in Bad Birnbach. Unten an der Rott. Bis ich anfing, auf den betörenden Vogelgesang zu achten, der im Frühling und Sommer aus dem Eckchen schallt. Da habe ich aufgehorcht.
Im „Wilden Eck“ in Bad Birnbach – Foto: Eva Hörhammer
Dann plötzlich, letztes Jahr, die flötende Stimme des Pirols! Dann im Juli abends ein Meer von Glühwürmchen!
Was ist denn das? Einfach ein kleines Wunder am Wegesrand. Durch ein Wunder blieb bisher das „Wilde Eck“ wie von magischer Hand von der Ordnung der Gärtner und Planer verschont. Es liegt viel Totholz herum. Das zieht die Spechte an. Ein kleiner Urwald.
Als im Winter leider dort Veränderungen vorgenommen wurden, fing ich an, mich zu informieren und erfuhr, dass vor Jahrzehnten Sand- und Kieshaufen dort deponiert worden waren. Darauf wachsen inzwischen viele Pflanzen. „Kreislweiher“ nennen es die Einheimischen. In den 70ern und 80ern zelteten und grillten dort die Jugendlichen aus dem Kurort. Alle haben schöne Erinnerungen an diese „wilde Zeit“ in der Natur. „Ja, da waren damals schon Glühwürmchen!“, sagt man mir.
Das „Wilde Eck“ im Rottaler Gsichter MagazinRankender wilder Hopfen im „Wilden Eck“
Ich hoffe, dass das Eck auch in Zukunft so wild bleiben darf, wie es ist. Nicht nur Tiere brauchen Wildheit, sondern auch wir Menschen. Die Natur besteht eben nicht aus Stiefmütterchen, und freie Gedanken brauchen auch einmal etwas Chaos.
Weil ich es so liebe, dieses „Wilde Eck“, habe ich Eva Hörhammer verraten, es sei mein Lieblingsplatz. Ich danke ihr von Herzen, dass es auch einen Platz im Rottaler Gsichter-Magazin gefunden hat. Hier könnt Ihr den Beitrag sehen.
Die
Portraitfotos hat auch Eva geschossen, danke!
Mithilfe
eines Biologen konnte ich auch beinahe alle Pflanzen bestimmen und zähle sie
hier unten auf.
Eins ist klar: Das „Wilde Eck“ ist schützenswert! Gehen wir behutsam damit um!
Tiere: eine große Vielfalt an Vögeln, darunter auch Pirol, Specht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz und weitere. Glühwürmchen im Sommer.
We went on
a short cycle tour in our blooming landscapes today.
Gemütliche kleine Pfingst-Radtour an der Rott entlang.
Highlights: blühender Mohn, Kamille und Flockenblumen. Ein hübsches Pony-Gespann
(Deutsche Classic-Ponys) tauchte bei Pfarrkirchen auf. Und im „wilden Eck“ am
Kurpark flötet der Pirol.
Diese dunkle Mohnblüte fand ich ungewöhnlichImmer wieder schaut ein Feldhase aus dem jungen MaisHübsche „Classic“-Ponys im GespannKamille und Gerste: ein schöner BlumenstraußUnd natürlich unser fleißiger Storch 🙂
Es ist nur noch ein Jungvogel da. Der Kälteeinbruch im Mai mit Regen ist wohl eine tödliche Kombination für Storchenbabys. Dafür kümmern sich die Eltern nun umso liebevoller um das Einzelkind.
Flügelschlagen üben
Das Begrüßungsritual der Weißstörche, das immer stattfindet, wenn die Brutablösung kommt, ist immer ein Schauspiel.