
Heute einige Bilder eines Spaziergangs im Regen an der Donau
/Impressions d´une promenade sous la pluie le long du Danube





In jeder Jahreszeit und bei jedem Spaziergang in unserer ländlich geprägten Region im Landkreis Rottal-Inn begegnen uns täglich Wildvögel und relativ häufig auch Rehe oder Feldhasen. Wo wir sie sehen können, erscheint uns die Natur lebendig im Gegensatz zu den sogenannten „Agrarwüsten“. Da kommen viele Fragen auf: Welche Wildtiere gibt es hier? Wie viele gibt es davon? Warum vermehren sich manche Arten, während andere kaum mehr zu sehen sind? Wie war das früher?
In Dokumentarfilmen erfahren wir viel über das Verhalten von Elefanten oder Berggorillas in Afrika, wissen aber oftmals wenig über die Wildtiere unserer Gegend. So wollte ich der Sache auf den Grund gehen, Informationen aus mehreren Quellen (Archive, Jagdberichte, Interviews) sammeln, und versuchen zu ermitteln, wie die Bestände sich über die Zeit entwickelt und verändert haben. Auch mögliche oder wahrscheinliche Ursachen von Bestandsschwankungen sollen hier erwähnt werden.
Hier ist der Bericht mit Fokus auf Rehwild, Wildschwein, Feldhase, Rebhuhn und Kiebitz zu lesen:
Es ist noch ganz schön kühl, aber es geht eindeutig Richtung Frühjahr! Hier mein Naturbeobachtungs-Beitrag für den Bad Birnbacher Kulturspatz, der auch schon online zu lesen ist.
Observations de la nature dans notre village en Bavière et les environs en avril
Nature observation in our spa town in Bavaria and surroundings


Naturbeobachtung im April
Frühlingsluft und Naturkonzert
Die Obstbäume auf den Birnbacher Streuobstwiesen blühen schon; Löwenzahn und Schlüsselblume malen gelbe Tupfen auf die Wiesen. Auch wenn das Wetter noch unbeständig sein kann, herrscht jetzt in der Tierwelt Hochbetrieb.
Als fliegende Frühlingsboten kommen im April viele Vögel aus ihren Winterquartieren zurück. Es ist immer spannend zu beobachten, wer schon da ist. Besonders aufregend ist es, wenn wir beim Spaziergang den Blick in den Himmel heften und ausrufen können: „Die Schwaiberl sind da!“
Ruft der Kuckuck schon an der Rott? In das vielstimmige Vogelkonzert von Amsel, Hausrotschwanz, Zilpzalp und Rotkehlchen stimmen zwischendurch quakende Frösche mit ihren Bässen ein. Ein echtes Symphonieorchester!
Im Kurpark, auf den Rottauenwegen und den vielen Wanderwegen ist jetzt ganz viel los. Vielleicht sehen wir auch Turmfalken rütteln, sie brüten in der Regel ab Mitte April. Möglicherweise erhaschen wir sogar einen Blick auf Jungvögel im Gebüsch.
Auch die Schmetterlinge sind da: Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge gaukeln durch die Lüfte. Die Weißstörche brüten auf dem alten Brauereikamin, die Kiebitze sind auch schon da.
Nun sollten wir in dieser sensiblen Zeit bei unseren Wanderungen ganz besonders auf die Tierwelt Rücksicht nehmen.



Courlis cendrés en Bavière
Große Brachvögel (Numenius arquata) faszinieren mich. Nicht nur, weil sie so selten zu sehen sind, sondern auch wegen ihrer langbeinigen Eleganz und ihres Schnabels, der an einen Degen erinnert. Und weil ich ihre melodischen Rufe und das Trillern mag.
Für mich ist es immer ein Wunder, einen Blick auf sie zu erhaschen. Unten ein kleines Filmchen über ihre Bewegungen, wie sie mit ihrem langen Schnabel nach Würmern stochern. Dieses Paar habe ich auf einer Wiese im Kreis Deggendorf in Niederbayern beobachtet.
Leider steht der Große Brachvogel auf der bayerischen Roten Liste in der Kategorie 1 – vom Aussterben bedroht. „Trotz zahlreicher Maßnahmen konnte der Negativtrend bis jetzt, wenn überhaupt, nur verlangsamt werden.“ (LfU)
