Nach den letzten trockenen Jahren, ist es gerade eine Wonne, durch die feuchten Wälder zu gehen und nach Schwammerl zu schauen. Nicht nur nach Pilzen übrigens, es gibt so viel zu entdecken. Zum Beispiel diese schwarze Nacktschnecke mit dem weißen Strich. Ein Schwarzer Schnegel (Limax cinereoniger) oder eine Schwarze Wegschnecke (Arion ater)? Keine Ahnung, jedenfalls hübsch.
Schwarze SchneckeMoos und SchwammerlIm Wald ist es immer schön – insbesondere wenn er licht ist und darin viele, viele Rehe leben
Was für ein Wunder, durch eine echte Sommerwiese zu laufen. So viele Schmetterlinge, so viele blühende Pflanzen, so viel Schönheit! Wie im Traum sind wir im Nationalpark Sumava durch lebendige Natur gelaufen.
So richtig kennen wir uns mit den vielen Arten nicht aus. Aber für wen es interessiert, habe ich eine kleine Zusammenstellung von Arten gemacht, die wir erkannt haben.
– Schmetterlinge: Brauner Waldvogel, Kleines Wiesenvögelchen, Perlmuttfalter, Mohrenfalter, Großer Feuerfalter, Baumweißling, Widderchen, Schwarzspanner, Dickkopffalter, Kleiner Fuchs und viele Bläuling-Arten.
– Blühende Pflanzen: Hain-Greiskraut, Arnika, Distel, Orangerotes Habichtskraut, Schlangenknöterich, Wiesen-Pippau, Wald-Wachtelweizen, Witwenblume, Lupine, Storchenschnabel, Teufelskralle, Natternkopf, sehr viele Arten von Lichtnelken und Glockenblumen.
Feuerfalter auf LupineEine Quelle als BarHaus im BöhmerwaldSchmetterlinge überallAlter Bergahorn
Nature in the forest. Today, we saw a fawn and wild orchids.
Nature en forêt: Nous avons vu un faon et des orchidées sauvages
Welch bewegendes Erlebnis! Heute haben wir ein Rehkitz im Wald gesehen. Zunächst hat es gefiept, um die Mutter zu rufen. Dann hat es sich hingelegt und ist eingeschlafen!
Solche Augenblicke sind einmalig, die vergisst man nie. Ich war weit weg, meine Kamera hat einen guten Zoom. Als es schlief, habe ich mich leise entfernt. Ich bin so dankbar, so etwas erleben zu dürfen!
In diesem Naturschutzgebiet-Wald haben wir wilde Orchideen bewundert (Knabenkraut). Außerdem haben wir zum ersten Mal das Gemeine Fettkraut (Pinguicula vulgaris) entdeckt. Es ist eine fleischfressende Pflanze mit wunderschönen blauen Blüten! An der Oberfläche sind die Blätter klebrig vom Fangsekret bedeckt, mit dem sie kleine Insekten und Pollen fangen und durch Enzyme verdauen.
Mir wird immer bewusster: Artenvielfalt macht glücklich! Jede neue Pflanze, jede Tierart, die ich kennenlerne, bereichert mein Leben.
Wildtierfotografie darf die Tiere nicht störenGemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris)
Ganz verzaubernd ist die Natur im Sumava-Nationalpark. Gestern sind wir durch Wälder und Wiesen gegangen. Über das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) habe ich mich ganz besonders gefreut, denn bisher hatte ich noch nie eines gesehen, geschweige denn fotografiert: In Bayern ist es vom Aussterben bedroht, in Deutschland stark gefährdet.Die Gründe liegen vor allem in der Entwässerung und intensiven landwirtschaftlichen Grünlandnutzung früherer Brutgebiete.
Dieses Braunkehlchen lies seinen Reviergesang in der Nähe von offenen Moorflächen, die an Wald grenzen, hören, ein Habitat, das ihm offensichtlich gefällt.
Das Licht war wieder einmal wunderschön, die starken Kontraste zwischen dem dunklen Blaugrün der Tannen und Fichten mit den hellgrün ausschlagenden Laubbäumen besonders stark. Die wilden Bäche, die artenreiche Vegetation, all das macht glücklich.
Ich habe mich auch gefreut, einen Limousin-Zuchtstier wieder auf der Weide gesehen. Er war mir in vergangenen Jahren aufgrund seiner imposanten Größe und Ruhe schon einmal aufgefallen.