Radtour und Vogelbeobachtung – Schwarzstorch und Baumfalke

Ein Greifvogel fliegt hoch am Himmel, mit ausgebreiteten Flügeln vor einem hellen Hintergrund.
Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Heute hatten wir bei der Radltour viel Glück!! Zunächst haben wir bei unserem schönen Storchenpaar auf dem alten Brauereikamin vorbeigeschaut. Es ist immer eine Freude, sie zu sehen. Aber jetzt – Anfang Juni – müssen wir wohl einsehen, dass sie heuer keinen Nachwuchs haben. So haben sie einen chilligen Sommer…

Zwei Störche stehen auf einem Nest auf einem Schornstein, vor einem klaren blauen Himmel.
Bad Birnbacher Störche: KEIN Nachwuchs 2026!

Und weiter ging´s. Jetzt sahen wir einen seltenen Schwarzstorch im Himmel segeln. Dann einen Baumfalken, die bei uns ja auch selten sind. Dann noch mehrere Mäusebussarde, ein Reh und ganz viel Schönheit in der Natur

Nur leider kaum Schmetterlinge bisher…

Ein Falke fliegt hoch am Himmel mit ausgebreiteten Flügeln vor einem hellblauen Hintergrund.
Ein Baumfalke (Falco subbuteo) über uns!

Das war mal wieder eine spannende Tour mit vielen Naturwundern!

Unsere Natur im Juni

Ein Schwarzreiher sitzt auf einem Baumstamm über einem Gewässer, umgeben von grünen Pflanzen und Sträuchern.
Adulter Nachtreiher an der Rott Juni 2025 – Ein sehr seltener Brutvogel

Mein Naturbeobachtungs-Beitrag im Bad Birnbacher Kulturspatz 2026:

Der Juni ist ein Monat voller Bewegung. Über den Wiesen summt und flattert es, während aus den Bäumen der Kuckuck ruft und der Pirol an der Rott flötet. 

Ein besonderer Gast begleitet uns seit einigen Jahren: der Nachtreiher. Den kleinen, gedrungenen Reiher mit dem schwarz‑grauen Gefieder sahen wir 2018 erstmals als Jungvogel an der Rott; inzwischen ist er im Juni öfter an der Rott zu sehen. Er trägt seine lange „Hochzeitsfeder“ und ist – obwohl eigentlich nachtaktiv – jetzt auch tagsüber im Gebüsch am Wasser zu beobachten, weil er im Brutgebiet seine Jungen versorgt. In Bayern gilt er als extrem selten. Umso größer ist das Glück, ihn hier beobachten zu dürfen. 

Auch die Rauchschwalben sind fleißig: Ihre Nester aus kleinen Schlammkügelchen sind voller Küken, und die jungen Schwalben taumeln bereits durch die Luft. Der Grauschnäpper jagt akrobatisch nach Insekten, während Bachstelzen am Feldrand zwitschern. 

Ein junger Reiher steht auf einem Ast über Wasser und blickt aufmerksam in die Umgebung.
Junger Nachtreiher an der Rott – Juni 2018

An der Rott zeigt sich im Juni eine beeindruckende Vielfalt an Faltern: Kleines Wiesenvögelchen, Kohlweißlinge, Bläulinge, Dickkopffalter und immer wieder der Distelfalter. Ein besonderer Fund ist der Große Feuerfalter – erst seit wenigen Jahren in Niederbayern heimisch, selten und gefährdet, aber offenbar auf dem Vormarsch. Die Männchen leuchten kräftig orangerot und gehören zu den schönsten Erscheinungen unserer Wiesen. 

Die Wiesen stehen jetzt in voller Blüte. Margeriten, Witwenblumen und Königskerzen bewegen sich im Wind, und an den Ufern der Rott gleiten majestätische Höckerschwäne vorbei. Im Wald blüht der Wald‑Wachtelweizen, eine Pflanze mit einem Namen, der fast schon eine kleine Geschichte erzählt. Nicht nur wir Menschen haben eine Geschichte – auch die Natur, insbesondere von uns geprägte Kulturlandschaften, unterliegen einem stetigen Wandel. Die Lugenz verändert sich fortlaufend, oft schneller, als wir es erwarten. Dem Wanderer eröffnet sie abwechslungsreiche Wege, dem Künstler dient sie mit ihren großen, moosbewachsenen Felsblöcken – umgeben von Fichten, Eschen und Holunder – als Inspirationsquelle. Und unzähligen Tieren und Pflanzen gewährt sie eine Heimat. 

Ein Artikel über die Naturbeobachtungen im Juni, der verschiedene Vogelarten und die Schönheit der Natur beschreibt.
Bad Birnbacher Kulturspatz Juni 2026

Wildtieren in die Augen schauen – Im Tier-Freigelände Ludwigsthal

Ein Luchs sitzt im Grünen und schaut in die Ferne.
Der Luchs wollte sich nicht in die Augenschauen lassen

Wildtieren in die Augen zu schauen, wirkt auf mich so beruhigend und schön.

Nur der Luchs wollte sich heute nicht in die Augen schauen lassen und zeigte uns im Tier-Freigelände Falkenstein die kalte Schulter.

Dafür war es wieder spannend, die Auerochsen und Przewalski-Pferde zu beobachten. Bei den Auerochsen handelt es sich natürlich um eine Nachzucht (Rekonstruktion der ausgestorbenen Auerochsen), „Heckrinder“ genannt. Sie haben ein weißes Maul und recht große Hörner. Ich mag ihre Schönheit und Ruhe.

Ein schwarzes Rind liegt auf grünem Gras und schaut mit angehobenem Kopf nach oben, umgeben von Bäumen.
Beeindruckend kräftig: Die Heckrinder (Auerochsen-Nachzucht) im Tierfreigelände Falkenstein

Im Haus der Wildnis – Informations-Zentrum bei Ludwigsthal – haben wir uns anschließend die Kunstausstellung angesehen. Danach ging es weiter zum Rothirschgehege Scheuereck, wo sich nicht nur der Hirsch, sondern auch ein Hirschkalb in all seiner Schönheit zeigte. Im neuen Gehege für Gelbbauchunken und Feuersalamander konnten wir die Gelbbauchunken- Kaulquappen beobachten.

Ich bin den Gründern aller Nationalparks so dankbar.

Ein Rehkitz steht auf einer grünen Wiese und schaut nach oben.
Hirschkalb im Rotwildgehege Scheuereck

Im Morgenlicht

Landschaft mit einem Feldweg, umgeben von Bäumen und Wiesen, im Hintergrund eine grüne Wiese und eine landwirtschaftliche Maschine.
Streuobstwiese in einem wunderschönen Licht // Walk in the morning light

Morgenspaziergang im Morgenlicht – begleitet von Feldhasen

Promenade du matin – accompagnée de lièvres

Morgens ist es so friedlich…

Gestern hab ich nochmal bei den Pfarrkirchner Störchen vorbeigeschaut:

Ein Storch sitzt auf einem Nest aus Zweigen, das auf einer hohen Säule platziert ist, vor einem klaren, blauen Himmel.
Storchennest – Pfarrkirchen – 24.05.26

Naturschönheiten – Nature’s beauty

Ein kleines braunes Vogel sitzt auf einem Ast, umgeben von grünen Blättern und Tannenzapfen.
Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) 

Zu zweit macht bekanntlich alles mehr Spaß, auch Naturbeobachtungen! Deswegen war ich heute mit der Naturfotografin Rosemarie unterwegs. Hier einige unserer Beobachtungen an der Rott. Es blüht der sonnengelbe Wiesen-Bocksbart, Margeriten, Wiesen-Salbei, Kuckuckslichtnelke und die Wolfsmilch-Zypresse.

Mit der Kamera erwischt haben wir eine junge Misteldrossel, die für uns posierte, einen Drosselrohrsänger und einen gemütlich dreinschauenden Frosch. Schön war´s!!

Zwei Frauen stehen auf einem Waldweg. Eine von ihnen hält eine Kamera und schaut nach oben, während die andere sie lächelnd betrachtet. Umgeben von grüner Vegetation.
Zu zweit macht auch Naturfotografie mehr Spaß!

EN: As we all know, everything is more fun together — including nature watching! So today I was out with the nature photographer Rosemarie. Here are some of our observations along the Rott River. In bloom were the sun‑yellow meadow salsify, ox‑eye daisies, meadow sage, ragged robin and the cypress spurge.

With the camera we caught a young mistle thrush posing for us, a great reed warbler, and a relaxed‑looking frog. It was a lovely day!