
Lower Bavaria – Watercolour

Lower Bavaria – Watercolour
Die Birnbacher Störche 2019 – Ein ganzer Ort fiebert mit
2016 brütete ein Paar Weißstörche erstmalig auf dem ehemaligen Brauereikamin in Bad Birnbach. Im letzten Jahr verließen sogar 3 Jungstörche das Nest.
Nun landete im März 2019 wieder ein Storchenpaar im großen Horst. Dieser wurde fleißig ausgebessert und regelmäßig wurde etwas für die Familiengründung getan.
Anfang Mai war es endlich so weit: zwei kleine Störche reckten ihre Köpfchen aus dem Nest. Leider fiel kurz darauf einer der beiden einem plötzlichen Kälte- und Nässeeinbruch zum Opfer. So wurde der andere zum Einzelkind. Das hat Vor- und Nachteile: das Futter brauchte er nicht zu teilen, er wurde somit schnell groß und stark.
Der ganze Ort nimmt an den Entwicklungen im Storchennest teil. Jede Neuigkeit wird kommentiert und über das Geklapper beim Begrüßungsritual freuen sich alle.


Unser Birnbacher Jungstorch fliegt! Zwar nur über dem Nest, aber nun ist klar, dass er ganz bald mit den Altvögeln zusammen auf die Wiesen an der Rott fliegen wird. Es ist eine Wonne, ihn bei seinen Kunststücken zu beobachten.

#Storch #Rottalinn





Dann plötzlich, letztes Jahr, die flötende Stimme des Pirols! Dann im Juli abends ein Meer von Glühwürmchen!
Was ist denn das? Einfach ein kleines Wunder am Wegesrand. Durch ein Wunder blieb bisher das „Wilde Eck“ wie von magischer Hand von der Ordnung der Gärtner und Planer verschont. Es liegt viel Totholz herum. Das zieht die Spechte an. Ein kleiner Urwald.
Als im Winter leider dort Veränderungen vorgenommen wurden, fing ich an, mich zu informieren und erfuhr, dass vor Jahrzehnten Sand- und Kieshaufen dort deponiert worden waren. Darauf wachsen inzwischen viele Pflanzen. „Kreislweiher“ nennen es die Einheimischen. In den 70ern und 80ern zelteten und grillten dort die Jugendlichen aus dem Kurort. Alle haben schöne Erinnerungen an diese „wilde Zeit“ in der Natur. „Ja, da waren damals schon Glühwürmchen!“, sagt man mir.


Ich hoffe, dass das Eck auch in Zukunft so wild bleiben darf, wie es ist. Nicht nur Tiere brauchen Wildheit, sondern auch wir Menschen. Die Natur besteht eben nicht aus Stiefmütterchen, und freie Gedanken brauchen auch einmal etwas Chaos.
Weil ich es so liebe, dieses „Wilde Eck“, habe ich Eva Hörhammer verraten, es sei mein Lieblingsplatz. Ich danke ihr von Herzen, dass es auch einen Platz im Rottaler Gsichter-Magazin gefunden hat. Hier könnt Ihr den Beitrag sehen.
Die Portraitfotos hat auch Eva geschossen, danke!
Mithilfe eines Biologen konnte ich auch beinahe alle Pflanzen bestimmen und zähle sie hier unten auf.
Baum- und Straucharten: Weide, Erle, Pappel, Birke, Ulme, Holunder, Weißdorn, Schneeball, Hartriegel, Feldahorn, Pfaffenhütchen
Pflanzen: Brennnessel, Brombeere, Himbeere, wilder Hopfen, Königskerze, Farn, Schilf und Rohrglanzgras
Tiere: eine große Vielfalt an Vögeln, darunter auch Pirol, Specht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz und weitere. Glühwürmchen im Sommer.
Und hier noch Info über das Rottaler Gsichter Magazin: https://rottalergsichter.de/das-magazin/das-rottaler-gsichter-magazin/
Und die „Sorge ums Wilde Eck“ in der Presse: https://plus.pnp.de/lokales/pfarrkirchen/3294003_Sorgen-ums-wilde-Eck.html
