


Gestern am Chiemsee. Wunderschön, aber beunruhigend heiß. Viele Kormorane und Graugänse rasten gerade am See.



Consolation de la nature. Quand le changement climatique me fait peur, je sors et sens que l´observation de la nature me console et me donne espoir
Das Schöne an der Vogelbeobachtung ist, dass man immer wieder selber beobachtet wird: Hier schaut ein Turmfalke in die Kamera und beobachtet uns Menschen dabei.
Der Sommer 2023 war der heißeste seit Aufzeichnungsbeginn, vielleicht wird 2023 das wärmste Jahr in der Geschichte der Erde. Das macht Angst und man fragt sich, wie es weitergeht. Gerade dann ist es beruhigend, schöne Naturerlebnisse zu haben. Gestern beim Spaziergang habe ich mich sehr über unseren schönen Waldwasserläufer gefreut, der emsig an den Ufern entlangläuft. Und von einem Turmfalken beobachtet zu werden, das empfinde ich als Geschenk. Was er bloß über uns Menschen denkt?



Nun kommt schon der Oktober. Und mit ihm die neue Monatsausgabe des Bad Birnbacher Kulturspatz. In der Rubrik „Naturbeobachtung“ beschreibe ich, was uns in der Natur an der Rott und in unseren Wäldern so passiert:

Unsere Natur im Oktober – farbige Wälder und Kranichzug
Die sanften Rottaler Hügel bieten im Oktoberlicht eine herrliche Aussicht und laden zum Wandern, Radfahren und Erholen ein. Selbst der Morgennebel, der sich nun über die Landschaften legt, hat seinen Zauber. Ein Herbstspaziergang in der Lugenz oder im Aunhamer Wald ist jetzt ganz besonders romantisch. Auch der Kurpark ist in bunte Herbstfarben getaucht.
Majestätische Schwäne, fliegende Silberreiher, goldgelbes Laub, all das erwartet uns jetzt bei einem Spaziergang in der Oktobersonne auf den Rottauenwegen.
Die Kraniche sind jetzt eine besondere Attraktion; denn sie ziehen erst seit wenigen Jahren über Bayern in den Süden. Und ausgerechnet über Bad Birnbach! Die großen Vögel mit den langen Hälsen und Beinen sind ein Symbol für Gesundheit und Langlebigkeit. Mit etwas Glück sehen wir gegen Mitte Oktober tausende trompetende Kraniche über den Kurort ziehen. Auch die Starenschwärme bieten ein faszinierendes Naturschauspiel, und die letzten Libellen schwirren über die Rott; vielleicht sehen Sie sogar den Eisvogel über das Wasser flitzen.

Our nature in September – Notre nature en septembre
Unsere Natur im September – Buntes Laub und Vogelzug – Mein Beitrag im Kulturspatz
Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt jetzt die Landschaften in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen, die auf den Spinnweben glitzern, und lässt das bunte Laub aufleuchten. Selbst wenn das Wetter nun wechselhafter wird, sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region ganz besonders reizvoll.
In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt. Während sich an der Rott Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten lassen, ist der Vogelzug in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten an der Rott und die Rauchschwalben fangen an, in den Süden zu fliegen. Es lohnt sich, einen Blick in den Himmel zu werfen: Vielleicht durchquert ihn gerade einer der Bad Birnbacher Störche? Oder zeigt sich etwa ein Mäusebussard auf der Jagd?
In den Rottaler Wäldern, beispielsweise der Lugenz oder in Aunham, locken jetzt lange Spaziergänge durch Wälder, in denen sich immer mehr Farbtöne zeigen. Immer wieder lassen sich nicht nur Blicke auf weite Landschaften erhaschen, sondern auch mit etwas Glück auf Feldhasen und Rehe. Das Rehwild wird im September nämlich aktiver und lässt sich nun öfter sehen.
Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Finken und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren. Bunte Stieglitze tummeln sich in den Wiesen und naschen an den Samen.




Und hier noch ein kurzes Video zum Thema:

Dieser prächtige Falter ist ein Japanischer Eichenseidenspinner, der zu den größten Schmetterlingen Europas gehört. Er hat gelbbraune Flügel mit auffälligen Augenflecken, die ihn vor Fressfeinden schützen sollen. Seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern und spinnen seidige Kokons, aus denen die Falter schlüpfen. Der Japanische Eichenseidenspinner stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde im 19. Jahrhundert zur Seidenzucht nach Slowenien gebracht. Inzwischen ist er auch in Niederbayern zu sehen und kann manchmal an warmen Sommerabenden beobachtet werden. Dieses schöne Exemplar wurde bei Bad Birnbach fotografiert.
Eigentlich wollten wir im Wald Schwammerl suchen. Erfolglos. Dafür kamen wir mit diesem schönen Naturerlebnis zurück.

Und hier in Aktion: