Heute waren wir wieder in unserem Rottaler Zauberwald. Ein geschütztes Biotop, sonst wäre er längst zerstört. Im Video erzähle ich kurz, was ich unter Natur und Naturerlebnis verstehe.
Mitten auf der Waldwiese wachsen Orchideen und andere Raritäten wie Torfmoose und Farne. Die Schönheit der Pflanzen zu bewundern, das macht richtig froh. Ohne Schutzmaßnahmen wäre unsere Landschaft inzwischen eine langweilige Monokultur. Und wer will schon in einer sterilen Wüste leben?
Natur braucht Raum, sie muss nicht optimiert werden, sondern erhalten…Ein echter Bach, der am Waldrand rauscht Wilde Orchideen sind sehr selten gewordenUnterwegs in der Natur
Die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) – Was für ein tolles Gelb!
Mit dem Radl auf Pirsch an der Rott. Gestern haben wir so viel erlebt, dass mir der Kopf schwirrt: Selbst einen Kuckuck konnten wir mit der Kamera „fangen“! Ansonsten die Highlights: Gebirgsstelze, Flussseeschwalben. Bachstelze, Feldhasen, Kiebitze, Störche…Die Birnbacher Störche, aber auch ein Paar im Horst über dem Gastank in Pfarrkirchen. Da gibt es hoffentlich bald viel Nachwuchs…
Im Video unten sind zu sehen: Frösche, Schmetterlinge, die Störche von Bad Birnbach und Pfarrkirchen, Flussseeschwalben, Bachstelzen, Feldhasen, Rehe und viel schöne Natur!
FR : Un tour en vélo dans notre belle nature en Basse-Bavière.
EN : Wildlife in our region in Bavaria. In the video you can see butterflies, storks, hares and more.
Kiebitz auf einem Acker in Bad Birnbach // A lapwing (Vanellus vanellus) in Lower Bavaria
News von den Birnbacher Kiebitzen: Die Nester sind von Ehrenamtlichen des Landschaftspflegeverbandes markiert worden, damit die Landwirte die Bodennester umfahren können.
Jetzt können wir nur noch hoffen, dass alles gut geht und die Kleinen bald schlüpfen!
Kiebitze brüten hauptsächlich in offenen, flachen Landschaften mit kurzem oder gar keinem Gras, gerne auch auf Ackerflächen. Der Kiebitz steht aufgrund seines raschen Rückgangs seit 2016 auf der bayerischen Roten Liste in der Kategorie 2 als stark gefährdet.
Storks in Bavaria
Die Birnbacher Störche brüten fleißig. Dabei wechseln sich die Altvögel ab. Zwischendurch halten sich auch beide im Nest auf und widmen sich der Pflege ihres Federkleides. Dabei kommt es immer wieder zu Kontaktaufnahmen, die ich als Liebkosungen bezeichnen würde.
Im „Wilden Eck“ am Birnbach hört man viele Vögel. es ist ein geschütztes Biotop
Ganz schön prächtig ist er, dieser schillernde Fasan!
Un faisan mȃle avec ses deux femelles. Elles sont plutôt rares à observer, c´est pourquoi je suis d´autant plus heureuse de les avoir vues.// A pheasant with two hens.
Endlich habe ich mal einen Fasan mit seinen liebsten Damen erwischt! War das schön!!! Hennen sind deutlich kleiner als die Hähne und durch ihr schlichtes, bräunlich- graues Federkleid besser gegenüber Feinden getarnt. Unten im Film sind sie (zusammen mit dem Weißstorch) auch zu sehen.
Der Fasanen-Bestand erfährt seit Jahren einen starken Rückgang. Fasane gelten nun als besonders geschützte Art.
Die Fasanenhennen sind besser getarnt und seltener zu sehen
Lachmöwen und Kampfläufer (Philomachus pugnax) am Unteren Inn
EN: In the European nature reserve Lower Inn in Bavaria/ Austria
FR: Dans la réserve naturelle européenne à la frontière Bavière/ Autriche
Gestern waren wir im Europareservat Unterer Inn bei Ering unterwegs. Es war wieder ganz schön kalt! Am Inn haben wir die Lachmöwenkolonie beobachtet. In ihrer Nähe waren Kampfläufer zu sehen. Danach ging es in den Auwald, wo wir die ersten Rauchschwalben sehen konnten. Und einen Kleiber, der sehr beschäftigt war, den Eingang einer Nisthilfe mit Lehm zu verkleinern.
Info vom NABU über den Kleiber: „An einem normalen Meisennistkasten verbauen Kleiber etwa 200 Gramm Lehm. Mit dem Schnabel können sie pro Flug etwa anderthalb Gramm Lehm transportieren. Damit sind mindestens 130 Transportflüge notwendig. An Ort und Stelle wird der Lehm mit dem Schnabel angedrückt und wie mit einem Stößel zu einer sehr festen, widerstandsfähigen Masse verdichtet. An der Oberfläche ergeben unzählige Stößelhiebe dem Lehm das Aussehen einer Kraterlandschaft. An der Höhle wird über die gesamte Brutzeit gekleibert, sobald feuchter Lehm verfügbar ist. Besonders nach Regennächten werkeln die Kleiber was das Zeug hält, denn frei nach dem Slogan einer Baumarktkette gibt es auch für Kleiber „immer was zu tun“.
Im Auwald unterwegs – Noch ist es kühl…Kleiber – Sitta europaea – verkleinert das Einflugsloch mit Lehm
Und noch etwas: die Birnbacher Störche haben angefangen zu brüten – Hier einige Eindrücke vom Storchennest // Our storks are breeding
Das Foto zeigt, wie das Storchenpaar die Polsterschicht aus Moos und Gras im Nest erneuert.
Die Birnbacher Störche brüten und bessern immer wieder ihr Nest aus
Eindrücke aus dem Birnbacher Storchennest – Impressions of our stork nest
Und hier noch die Eindrücke vom Spaziergang am Unteren Inn: