Emsig sucht der Buntspecht nach Insekten und Larven
Great spotted woodpecker // Pic épeiche
Welch ein schönes Schauspiel heute Morgen: Eine Buntspecht-Dame suchte im Holz trommelnd nach Insekten. Da sie ganz nah war und sich gar nicht von mir stören ließ, konnte ich sie gut beobachten! Sie zeigte sich von allen Seiten. Dass es ein Weibchen ist, erkennt man am schwarzen Nacken: Da hat das Männchen nämlich einen roten Fleck.
Während der Vogel mit Schnabelhieben das Holz bearbeitet, stützt er sich mit dem Schwanz am Stamm ab, das war auch gut sichtbar. Mit einem solchen – ganz kostenlosen – Naturerlebnis beginnt der Tag einfach wunderbar.
Ein schwarzer Nacken: Es ist ein WeibchenAuwald an der Rott – In diesem Chaos, der vom Biber gefördert wird, fühlen sich viele Tiere wohl
First nature adventures of the year in our surroundings in Lower Bavaria
FR: Nos premières aventures de l´année 2023 dans notre région en Basse-Bavière
Aufmerksam späht der Turmfalke am Ufer des Rottauensees.
FR: Le faucon crécerelle scrute le pré en attendant une belle souris
Ein Reh an der Rott – Ich liebe Rehe! – FR: Un chevreuil le long de la rivière. J´adore les chevreuils!
Heute war kurz trotz dem grauen Wetter ein schöner orangener Streifen am Himmel zu sehen. Dann hatten wir noch das Glück, zwei hübschen Rehdamen zu begegnen. Schön ist es auch zu beobachten, wie der Biber als fleißiger Landschaftsgärtner den Birnbach kostenlos renaturiert …Und Raum für neue Büsche und viele Arten schafft.
Für die meisten Menschen gehören Rehe in unsere Region. Sie sind heimische Wildtiere, die uns mit ihrer Schönheit und zierlichen Eleganz erfreuen und unsere Landschaften mit Leben füllen. Es ist zu hoffen, dass sie trotz erhöhtem Jagddruck und Wildunfällen im Verkehr weiterhin unsere Rottaler Landschaften durchstreifen.
Der Biber renaturiert den Birnbach kostenlos – FR: le travail du castor aide à rendre les rivières plus vivantesZurzeit überwintern Grau- und Silberreiher an der Rott
Weihnachtsspaziergang: Heute waren wir im Europareservat Unterer Inn bei Ering. Blauer Himmel, vorfrühlinghafte Atmosphäre, einige Bienen waren unterwegs. Ansonsten habe ich einen meiner Lieblinge gesehen: den Waldwasserläufer, er sucht nach Wasserinsekten und wippt dabei ständig mit dem Schwanz. Im Auwald sind wir vielen Vögeln begegnet, insbesondere Meisen, Kleibern und Goldammern.
Angesichts der Massenvermehrung des Borkenkäfers und der negativen Auswirkungen des Klimawandels auf bestimmte Baumarten, stehen die Bayerischen Staatsforste für die Strategie „Wald vor Wild“ und werben für „waldangepassten Wildbestand“ mit dem Ziel, strukturreiche, gemischte und stabile Wälder zu schaffen. Seitdem werden Rehe manchmal als „Schädlinge“ betrachtet!
Inzwischen geht es zwischen Forst und Jagd sogar um die „Schuldfrage“ für den problematischen Zustand unserer Wälder.
Es gibt allerdings auch Anhänger des Grundsatzes „Wald und Wild“, der den Fokus auf die Schaffung und Erhaltung der Lebensräume des Wildes setzt. Denn die Verbissgefährdung steht im engen Zusammenhang mit der Nahrungsverfügbarkeit: „Während bei naturnahen Waldbauformen Rehwildverbiss einen geringeren Einfluss hat, kann es bei typischen Altersklassenwäldern und während der Übergangsphase zu strukturreicheren Wäldern zu unerwünschten Wildschäden kommen.“Dieser Ansatz ist mir sympathischer, denn ich liebe Rehe und Wildtiere.
Entspannt, aber aufmerksamZu zweit ist einfach schöner
Zu unserer Region gehören nicht nur Menschen, Brauchtum, Unternehmen und Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren. Heute haben wir wieder Rehe und die Weißstörche gesehen. Die Birnbacher Störche scheinen sich entschieden zu haben, wieder einmal hier zu überwintern.
Die Störche scheinen auch im Winter 2022/2023 im Rottal bleiben zu wollen