Die Demo vom Pfingstmontag hat die Birnbacher Störche nicht interessiert. Dafür umso mehr das fremde Storchenpaar, das immer wieder über ihrem Nest kreist. Wenn es über ihre Köpfe fliegt, gerät das Begrüßungsritual im Storchennest umso stürmischer. „Nicht umsonst heißen wir Klapperstörche!“, sagen die beiden. „Wir haben den Eindringlingen von den tollen Storchennestern in Pfarrkirchen erzählt, aber das haben die wohl noch nicht begriffen“, so das Birnbacher Paar.
Oben rechts kreist ein fremder StorchDeshalb beteuert man sich erst recht, dass man sich furchtbar lieb hat…Sieht manchmal skurril aus, das Begrüßungsritual der Weißstörche
Auf dem Birnbacher Marktplatz finden sonst ganz andere Veranstaltungen statt. Heute entstanden neue Eindrücke. Denn es wurde für eine zügige Öffnung der kompletten Thermen, also auch der Innenbereiche, demonstriert. Hier einige Eindrücke der heutigen Kundgebung in Bad Birnbach, der ersten Demo seit der Keltenzeit.
Mit dabei: Erste Bürgermeisterin Dagmar Feicht, MdB Max Straubinger, Mdl Martin Wagle, Bezirksrätin Mia Goller, Vorstand Ring der Gastlichkeit Walter Niedermeier, Mdl a.D. Reserl Sem und Ehrenbürger Hans Putz. Auch die Bürgermeister von Bad Füssing und Bad Griesbach waren anwesend.
Bezirksrätin Mia GollerErste Bürgermeisterin Dagmar Feicht kämpft für die zügige Öffnung der ThermeThermenlust statt Covid-FrustBadezeit mit Abstand und Anstand
A green wonder: The Lower Inn European Nature Reserve stretches across the border 55 kilometres of river on the Bavarian/ Austrian border.
Oben am Inndamm
Das Projekt „Durchgängigkeit und Lebensraum“ am Kraftwerk Ering-Frauenstein im Europareservat ist nun abgeschlossen – Kaum zu glauben: es war eine der größten Baustellen Niederbayerns der letzten Jahre. Das Projekt umfasst ein Umgehungsgewässer sowie die Revitalisierung und Vernetzung der vom Inn abgekoppelten Auenlandschaften. Die gewaltigen Bauarbeiten wurden in den Jahren 2018 und 2019 durchgeführt.
Gestern stießen wir auf diese Schlingnatter (Coronella austriaca)
Sie sind vor kurzem abgeschlossen worden. Nun ist ein Tier- und Pflanzenparadies entstanden, das hier und da noch etwas kahl wirkt, aber bald ganz zuwächst. Insel-Nebenarmsysteme wurden hergestellt. Es sollen inntypische Lebensräume wiederentstehen – mit flachen Kiesufern.
Das Wilde Eck in Bad Birnbach – Das ehemalige Kreislweiher-Wäldchen
Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie rasch sich Artenvielfalt einstellt, wenn man die Natur einfach in Ruhe lässt. Zurzeit brüten sehr viele Vögel im „Wilden Eck“ am Kurpark.
Der Grauschnäpper versteckt sich gut
Die Fotos sind von heute: Grauschnäpper, Buchfink, Buntspecht und Mönchsgrasmücke haben wir mit der Kamera erwischt. Es war aber noch viel mehr zu sehen und zu hören, bloß wollten die Stars nicht abgelichtet werden. Hier diejenigen, die wir außer den genannten noch bestimmen konnten: Pirol. Kuckuck, Zilpzalp, Fitis, Kleiber, Amsel. Goldammern im angrenzenden Gebüsch. Und darüber flog immer wieder der Turmfalke. Zuletzt kam uns noch ein Weberbock (Käfer) über den Weg gelaufen.
Die Mönchsgrasmücke singt sehr harmonisch
Der auffallende Rückgang in der Häufigkeit dieser Art ist sicher auf die Flussregulierungen und das Verschwinden der Uferbepflanzung zurückzuführen. Der Käfer ist besonders geschützt nach BNatSchG und steht auf der Roten Liste in Bayern unter 2 „stark gefährdet“.
Das Wilde Eck ist ein Biotop gemäß §30 BNatSchG. Das Wäldchen ist seit 1987 amtlich biotopkartiert.
Der Weberbock ist selten und geschütztDer Weberkäfer in Bad Birnbach
Hier ein älterer Bericht, der auch die Pflanzen des wilden Ecks zeigt:
Eine Flussseeschwalbe füttert den Partner mit einem Fisch an der Rott. Einzelne Paare brüten hier, etwas mehr auf dem Flussseeschwalbenfloß am Rottauensee. Die Flussseeschwalbe hat einen tiefschwarzen Scheitel, einen gegabelten Schwanz und einen roten Schnabel mit schwarzer Spitze.