Großer Brachvogel – Schön wie ein ägyptischer Sonnengott
Courlis cendrés en Bavière
Große Brachvögel (Numenius arquata) faszinieren mich. Nicht nur, weil sie so selten zu sehen sind, sondern auch wegen ihrer langbeinigen Eleganz und ihres Schnabels, der an einen Degen erinnert. Und weil ich ihre melodischen Rufe und das Trillern mag.
Für mich ist es immer ein Wunder, einen Blick auf sie zu erhaschen. Unten ein kleines Filmchen über ihre Bewegungen, wie sie mit ihrem langen Schnabel nach Würmern stochern. Dieses Paar habe ich auf einer Wiese im Kreis Deggendorf in Niederbayern beobachtet.
Leider steht der Große Brachvogel auf der bayerischen Roten Liste in der Kategorie 1 – vom Aussterben bedroht. „Trotz zahlreicher Maßnahmen konnte der Negativtrend bis jetzt, wenn überhaupt, nur verlangsamt werden.“ (LfU)
Die Birnbacher Störche auf dem Brauereikamin scheinen schon zu brüten
Our storks / Nos cigognes
Was machen eigentlich die Birnbacher Störche? Brüten sie etwa schon?
Wie letztes Jahr sind sie recht früh zurückgekommen, so gegen Mitte Februar. Gepaart haben sie sich auch schon und nun sind sie eifrig mit Hausputz beschäftigt; dabei stehen sie sich manchmal liebevoll im Wege. Möglicherweise brüten sie schon. Die Brutzeit dauert etwa 33 Tage. Die Kleinen sieht man allerdings erst, wenn sie ihre Köpfchen über den Nestrand heben können. Das war in den letzten Jahren meist gegen Anfang Mai.
Gestern haben wir auch über die Nisthilfe auf dem Gasspeicher in Pfarrkirchen einen Weißstorch fliegen sehen und wünschen uns, dass der Horst bald zum dritten Mal besetzt wird. Jetzt können wir auch noch hoffen, dass die neu angebrachten Nisthilfen in Gern/ Eggenfelden und in Hebertsfelden bald für mehr Störche in unserem Landkreis sorgen.
Update Mai 2024: Die Nisthilfe in Gern/ Eggenfelden wurde angenommen!
Dieses Kiebitz-Paar tanzt in der Luft – La danse des vanneaux huppés
Display flight of lapwings (Vanellus vanellus) // Le vol nuptial des vanneaux huppés
Ich kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als Kiebitze balzen zu sehen. Mein Herz schlägt dabei höher und ich frage mich selbst, warum ich so in Verzückung gerate. Ist es, weil es ein Schauspiel ist, das man fast nie sieht und die Art inzwischen so selten geworden ist? Oder hat es damit zu tun, dass der Balzflug aussieht, wie ein akrobatischer Tanz und somit diese Ansicht ein Kunstgenuss ist? Oder ist es, weil es diesen „Luft-Tanz“ schon gab, als es noch kein Mensch die Erde besiedelte?
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins: Es ist ein wunderschönes Schauspiel!
In diesen Tagen spürt man es noch nicht, das Frühjahr. Weit kann es aber nicht mehr sein. Hier mein März-Beitrag für den Bad Birnbacher Kulturspatz in der Rubrik „Naturbeobachtung“ mit Fotos, die im März der vergangenen Jahre entstanden sind.
Birnbacher Störche ganz aktivEr hat es eilig, Ostern ist nicht mehr weitKiebitze beim Bad in der Rott
Endlich Frühjahr!
Endlich beginnt der sehnlichst erwartete Frühling! Die Sonne bringt wieder Farben in die Welt; im Kurpark sprießen nun Krokusse, Primeln, Veilchen und Schlüsselblumen, und so mancher Strauch fängt schon an zu blühen. Hummeln und Bienen sammeln brummend und summend Pollen an den Weidebäumen der Rottauenwege.
Selbst wenn das Wetter immer wieder kalt und windig sein kann, ist der Frühling spürbar. Er lässt sich förmlich erschnuppern!
Kiebitze und Weißstörche kehren aus ihren Wintergebieten zurück ins ländliche Bad. Die Birnbacher Störche sind auch schon wieder zurück und haben wieder ihren Horst auf dem alten Brauereikamin besetzt. Kiebitze sollten wir nur von weitem bewundern: Als Bodenbrüter reagieren sie empfindlich auf Störung.
Jetzt lohnt es sich auch, auf unseren Spaziergängen nach Schmetterlingen zu schauen: Zitronenfalter tanzen schon über unseren Weg, und das Tagpfauenauge zaubert Freude in unsere Herzen. Wer sich jetzt aufs Radl schwingt, kann auf vielen Touren ganz entspannt die Umgebung und das ganze Rottal erkunden. Mit etwas Glück begegnen wir Rehen, Fasanen und Feldhasen. Allein die frühlinghaften Lichtspiele auf der weiten Hügellandschaft sind es wert, die Gegend zu erkunden.