Wie schön, dass es geklappt hat! Die Nisthilfe wurde im Mai 2020 vom Bauhof in Pfarrkirchen aufgebaut: Ich hatte fünf Weißstörche in der Nähe gemeldet. Dieses Paar hat sich nun hier niedergelassen und scheint zu brüten. Ich hoffe, dass bald weitere Nisthilfen an geeigneten Standorten aufgebaut werden (wie bereits über die Bürgerbeteiligungsplattform dank vieler Unterstützer zugesagt)
Die Birnbacher Kiebitz-Babys sind da! In diesem Frühjahr haben mehrere Kiebitzpaare versucht, auf einem Acker in Bad Birnbach zu brüten. Die Nester wurden von Unterstützern des Landschaftspflegeverbandes Rottal-Inn markiert, sodass die Landwirte das Gelege auf dem Boden umfahren können. So hat es in diesem Jahr wieder geklappt!
Gut getarnt und doch „nackt“: So sieht ein Kiebitznest aus: Kiebitze sind Bodenbrüter. Hier befanden sich vier Eier – Drei Küken sind geschlüpft!Sehr klein in einer großen Welt! Auf die Winzlinge warten viele Gefahren, aber die Altvögel sind wachsam…
Jetzt können wir den kleinen Nestflüchtern, die sich von Anfang an ihre Nahrung selber suchen noch ganz viel Glück! Die Altvögel sind immer in der Nähe und sind sehr wachsam.
Übrigens: Kiebitze reagieren besonders scheu auf Fußgänger und Hunde. Man sollte sich dem möglichen Nest nicht nähern. Außerdem sollte man die Vögel nur aus sicherer Entfernung beobachten. Im April 2018 hatte es auf diesem Acker auch geklappt:
HAPPY END! Hier sieht man die drei flüggen Jungvögel Anfang Juli. Sie haben es also geschafft und werden sich bald mit Artgenossen an Sammelplätzen (am Inn, Bodensee, Chiemsee…) treffen, um später in ihre Überwinterungsgebiete (das kann in Westfrankreich sein) zu fliegen.
2. Juli 2021 auf dem selben Acker : Die drei Küken sind nun flügge und haben es geschafft 🙂Ein kleines Bad tut gut…Aufgrund der vielen Regenfälle sind Felder überschwemmt worden oder es haben sich Mulde gebildet, die die Kiebitze gerne wahrnehmen, da sie Wasser lieben.
Wieviele Kiebitze gibt es denn im Landkreis Rottal-Inn?
In einer älteren Publikation (1989) von Klaus Schmidtke werden 230 Brutpaare im Landkreis Rottal-Inn im Jahr 1985 angegeben. Schmidtke hatte allerdings nur in den Niederungen an der Rott kartiert. Ich persönlich konnte ca. 20 Brutpaare zählen. Davon drei in Bad Birnbach, von denen wohl nur eins Bruterfolg hatte.
„Für den Zeitraum 2005-2009 wurden für den Landkreis Rottal-Inn ein Kiebitz-Bestand von 411–1056 Revieren ermittelt. Das sind 4,3 – 17,6 % des bayerischen Gesamtbestandes.“ (Quelle: Zitat: Rödl, T., Rudolph, B.-U., Geiersberger, I., Weixler, K. & Görgen, A. (2012): Atlas der Brutvögel in Bayern. Verbreitung 2005 bis 2009. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer. 256 S.)
Besorgniserregend ist die Tatsache, dass im Frühjahr 2021 nur 24 geschlüpfte Kiebitzküken gesichtet wurden. Mit einem solch geringen Bruterfolg kann der Bestand sich nur weiterhin negativ entwickeln.
Ursachen des Bestandseinbruchs
„Hauptursachen des Rückgangs wiesenbrütender Vogelarten sind in erster Linie Lebensraumverlust und damit einhergehende geringe Nahrungsverfügbarkeit. Die Gründe hierfür sind insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft sowie der durch Entwässerung geschaffene niedrige Grundwasserstand. Zudem schwächen auch Prädation durch beutegreifende Vögel und vor allem nachtaktive Säuger die vorhandenen Restpopulationen. „ (Quelle: Landschaftspflegeverband Rottal-Inn 2021)
Auch freilaufende Hunde gefährden den Bruterfolg. Der Lebensraumverlust durch zunehmende Flächenversiegelung durch Gewerbe- und Siedlungsbau spielt in unserer Region natürlich auch eine Rolle.
My first Common Whitethroat ! Ma première fauvette grisette (Sylvia communis) !
Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich eine Vogelart entdecke, von der ich bisher nur gelesen hatte. Heute ist es die Dorngrasmücke, die ich mit der Kamera einfangen konnte. Ist das nicht ein hübscher Vogel?
Obwohl die Art bei uns relativ häufig ist, sieht man sie eher selten: Die Dorngrasmücke verbringt den Winter in Afrika und trifft im April bei uns ein. Da sie in Stauden und niedrigen Sträuchern brütet, ist es schwer, sie im Pflanzengewirr zu entdecken. Ein Dankeschön an den LBV Rottal-Inn , der mir geholfen hat, die Art zu bestimmen. Danke auch für die TOLLE Nachricht: Die Birnbacher Kiebitze haben erfolgreich gebrütet!!
Die Schwaiberl sind da! Und Nachwuchs haben sie auch. Am meisten Rauchschwalben gibt es bei uns im Lamplhof. Denn ohne Stall und ohne Kühe bleiben die Schwaiberl weg.Also ein Hoch auf die Rinderhaltung!
Ein Birnbacher Altvogel kümmert sich um die Brut
Hoffentlich sieht man sie bald, die kleinen Störche im Birnbacher Horst. Die Altvögel wechseln sich regelmäßig ab und kümmern sich hingebungsvoll um die Brut. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass Störche schöne Augen haben.