Blooming landscapes in the Bohemian Forest, known in Czech as Šumava.
Zauberhafte Landschaften im Šumava Nationalpark (Böhmerwald)
Ich bin begeistert! Gleich zur Begrüßung flatterte uns ein seltener Schmetterling aus der Widderchen-Familie (Zygaenidae) entgegen. Und es blüht, blüht, blüht! Wir hoffen in Deutschland auf zaghafte Blühstreifen. Im Šumava blüht einfach…alles! Kleine Abstecher nach Srni, Rejštejn und Sušice haben die Tour noch interessanter gemacht. Schaut selbst!
#sumava #Nationalpark Info über den Nationalpark: http://www.npsumava.cz/de/
Der Greislweiher oder das „Wilde Eck“. Ein kleines Wunder der Natur.
Anfänglich bin ich achtlos an dem kleinen Wäldchen vorbei gegangen. Direkt am Kurpark in Bad Birnbach. Unten an der Rott. Bis ich anfing, auf den betörenden Vogelgesang zu achten, der im Frühling und Sommer aus dem Eckchen schallt. Da habe ich aufgehorcht.
Im „Wilden Eck“ in Bad Birnbach – Foto: Eva Hörhammer
Dann plötzlich, letztes Jahr, die flötende Stimme des Pirols! Dann im Juli abends ein Meer von Glühwürmchen!
Was ist denn das? Einfach ein kleines Wunder am Wegesrand. Durch ein Wunder blieb bisher das „Wilde Eck“ wie von magischer Hand von der Ordnung der Gärtner und Planer verschont. Es liegt viel Totholz herum. Das zieht die Spechte an. Ein kleiner Urwald.
Als im Winter leider dort Veränderungen vorgenommen wurden, fing ich an, mich zu informieren und erfuhr, dass vor Jahrzehnten Sand- und Kieshaufen dort deponiert worden waren. Darauf wachsen inzwischen viele Pflanzen. „Kreislweiher“ nennen es die Einheimischen. In den 70ern und 80ern zelteten und grillten dort die Jugendlichen aus dem Kurort. Alle haben schöne Erinnerungen an diese „wilde Zeit“ in der Natur. „Ja, da waren damals schon Glühwürmchen!“, sagt man mir.
Das „Wilde Eck“ im Rottaler Gsichter MagazinRankender wilder Hopfen im „Wilden Eck“
Ich hoffe, dass das Eck auch in Zukunft so wild bleiben darf, wie es ist. Nicht nur Tiere brauchen Wildheit, sondern auch wir Menschen. Die Natur besteht eben nicht aus Stiefmütterchen, und freie Gedanken brauchen auch einmal etwas Chaos.
Weil ich es so liebe, dieses „Wilde Eck“, habe ich Eva Hörhammer verraten, es sei mein Lieblingsplatz. Ich danke ihr von Herzen, dass es auch einen Platz im Rottaler Gsichter-Magazin gefunden hat. Hier könnt Ihr den Beitrag sehen.
Die
Portraitfotos hat auch Eva geschossen, danke!
Mithilfe
eines Biologen konnte ich auch beinahe alle Pflanzen bestimmen und zähle sie
hier unten auf.
Eins ist klar: Das „Wilde Eck“ ist schützenswert! Gehen wir behutsam damit um!
Tiere: eine große Vielfalt an Vögeln, darunter auch Pirol, Specht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz und weitere. Glühwürmchen im Sommer.
So langsam werde ich “woidsüchtig”, jedenfalls haben wir wieder einmal im Bayerischen Wald wunderschöne Entdeckungen gemacht, diesmal ging es um Schmetterlinge: zuerst entdeckten wir den imposanten und seltenen Großen Eisvogel (Limenitis populi), dann den hübschen Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino).
Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino)
Auf dem Zellertalradweg sind wir durch die herrliche Landschaft nach Bodenmais gefahren. Dann konnten wir uns nicht loseisen und haben wieder einmal in der „Poschinger Hütte“ in Arnbruck übernachtet. Abends in der Dämmerung sind wir noch einmal hinaus, um den vielen Waldvögeln zu lauschen. Dann gingen die Sterne auf. Ein echter Sternenhimmel, das ist einfach ein wunderbares Erlebnis! Ein Igel huschte dann noch schnell über den Weg und es war nur noch ein Geräusch zu hören: Das Rauschen des Baches.
Auf dem Zellertalradweg
Wer Stille und Natur liebt, gerne wandert und radelt, dem kann die Poschinger Hütte, die von der überaus freundlichen Familie Schrötter geführt wird, nur wärmstens empfohlen werden. Die Pension und Gaststätte liegt direkt am Zellertalradweg und ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Abends sitzt man bei einem kühlen Bier, einer Brotzeit oder einem leckeren Essen auf der Terrasse: https://zur-poschinger-huette.de/
Bach am Wanderweg bei der Poschinger Hütte in Arnbruck
Walk along the river Inn in Lower Bavaria. The highlight: a wonderful caterpillar on a mullein (verbascum).
Raupe auf einer Königskerze
Spaziergang am Inn bei Ering in einem Blütenmeer! Überwältigend schön war die Begegnung mit einer Raupe, die mit ihren Farben so wunderbar mit der gelben Königskerze harmonierte.
Auch Distelfalter und Schachbrettfalter waren unterwegs. Die Wildblumen kommen mir tausend Mal schöner vor als jeder gekaufte Blumenstrauß oder gezüchtete Gartenblumen. Der Blaue Natternkopf (Echium vulgare) blüht mit den Königskerzen um die Wette. Diesmal hatten wir ein Pflanzenbestimmungsbuch dabei, mit dem wir vor Ort auch einige Schönheiten identifizieren konnten, die wir bisher nicht kannten.
Der Waldrapp beim Sammeln von Nistmaterial in Burghausen
Hoffnung auf Wiederbesiedlung des bedrohten Vogels in Mitteleuropa
Burghausen. Über 25 Teilnehmer fanden sich am Samstag am Burggelände ein. Zusammen ging man durch die Burganlage zu den Brutnischen am Pulverturm. Hier fand ein von der BN- Ortsgruppe Unterer Inn organisierter Besuch dieser besonderen Vögel statt.
Wiederansiedlungsprojekt des Waldrapps in Burghausen
Die hochgradig gefährdete Ibisart, die in Passau und Salzburg historisch nachgewiesen wurde, ist bereits im 17. Jahrhundert nördlich der Alpen und wahrscheinlich bald darauf in ganz Europa durch Überjagung ausgerottet worden. Im Rahmen eines EU Projektes (LIFE+ Biodiversity) mit Partnern aus Österreich, Italien und Deutschland soll der Waldrapp in Europa wieder angesiedelt werden. Heute gibt es nur noch eine stabile, wild lebende Kolonie in Marokko.
Wiederansiedlungsprojekt
mit Vorbildcharakter
Zur Geschichte des Waldrapps in Burghausen: Anlässlich der Landesgartenschau 2004 und auf Initiative der BUND Naturschutz-Ortsgruppe Burghausen wurde ein Waldrappteam gegründet mit dem Ziel, die Tiere als echte Zugvögel in Europa wieder anzusiedeln. Andere Standorte der Wiederansiedlung befinden sich in Überlingen und im österreichischen Kuchl.
Hier schaut ein junger Waldrapp neugierig auf die Welt
2007 wurde in Burghausen eine erste Handaufzucht von etwa 20 Waldrappen auf eine einzige Person geprägt und daran gewöhnt, ein Leichtflugzeug im Flug zu begleiten. Denn Waldrappen sind Zugvögel und brauchen im Winter ein südliches Quartier. Da die erste Gruppe der jungen Tiere keine zugerfahrenen Eltern hatte, sondern von Tieren aus Zoohaltung abstammte, musste hier der Mensch nachhelfen: So wurde Ihnen erstmals eine Route in ein Wintergebiet in der südlichen Toskana gezeigt. Seit 2010 migrieren die Vögel inzwischen ohne menschliches Zutun über die Alpen. Dank der leichten GPS-Geräte, die die adulten Tiere auf dem Rücken tragen, sind ihre Flugrouten immer nachzuvollziehen. Leider gab es inzwischen aber Verluste durch Wilderei in Italien und Mittelstrommasten in Österreich.
Nach der Einführung ging Dr. Spindler auf die etwa
gänsegroßen Tiere mit dem schwarzen Gefieder und den nackten Gesichtern ein,
die am Pulverturm direkt vor den Teilnehmern mit ihren gesichelten Schnäbeln auf
der Wiese Nistmaterial sammelten und in den Holznischen saßen. Er beantwortete die vielen Fragen der
interessierten Teilnehmer. Es brüteten zurzeit 8 Paare in den Holznischen.
Jedes Paar habe 4 bis 5 Eier, beide Geschlechter brüten und füttern die Jungen,
die schon geschlüpft sind und teilweise unter den Leibern der Eltern neugierig
hervorlugten. Die Tiere suchten ihre Nahrung (Insekten, Würmer, Pflanzen) in
der näheren Umgebung ihres Brutplatzes. Da die Vögel wenig Scheu haben und vor
den Besuchern ihr geselliges Verhalten
zeigten, zauberten sie allen Besuchern, insbesondere auch den Kindern unter ihnen,
ein Lächeln ins Gesicht.
Mehr Information zu Flugrouten und dem Wiederansiedlungsprojekt finden sich auf der Webseite www.waldrapp.eu