
Ich freue mich, am Bad Birnbacher „Kulturspatz“ für den Monat April mitgewirkt zu haben. Auf der Seite 46 ist in der neuen Rubrik „Naturbeobachtung“ mein Text mit Fotos über die Tierwelt der Gegend zu finden.
#kulturpatz #rottalinn #tierwelt



Ich freue mich, am Bad Birnbacher „Kulturspatz“ für den Monat April mitgewirkt zu haben. Auf der Seite 46 ist in der neuen Rubrik „Naturbeobachtung“ mein Text mit Fotos über die Tierwelt der Gegend zu finden.
#kulturpatz #rottalinn #tierwelt



EN : Golden plovers in Bavaria
FR : Pour la première fois j´ai vu des pluviers en Bavière
Goldregenpfeifer! Hier rasten sie im Rottal. Sie ziehen dann in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden.
Schon der bezaubernde Name weckt Neugierde, finde ich. Letztes Jahr sagte mir ein Kenner: „In den über das Rottal ziehenden Kiebitz-Trupps sind diesmal auch Goldregenpfeifer.“
Natürlich schaute ich mir gleich Bilder im Internet und in Büchern an. Dass ich sie in diesem Jahr sehen würde, das hatte ich nicht gewagt zu hoffen. Und heute habe ich sie doch gesehen! Sie ruhten auf einem Acker und flogen dann neben einem Kiebitzschwarm über die Wiesen. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden!
Sie ziehen in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten, insbesondere in Island und Norwegen. In Mitteleuropa, Großbritannien und Nordeuropa gehen die Bestände seit längerem drastisch zurück. Mit nur noch wenigen Brutpaaren steht der Goldregenpfeifer als Brutvogel in Deutschland kurz vor dem Aussterben. Dies ist in der Regel eine Folge der Zerstörung der Moorgebiete. Immerhin können wir noch einen Blick auf die Durchzügler werfen.

Heute noch gesehen: einen Waldwasserläufer, Kiebitze, die ersten Primeln und eine rosafarbene Pflanze mit dem lustigen Namen „Schuppenwurz“. Beeindruckend ist, dass die Schuppenwurz erst blüht, wenn sie schon mindestens 10 Jahre alt ist!




Hasenhochzeit!
In Bad Birnbach konnten wir wieder diesem lustigen Spiel zuschauen, in dem Feldhasen zeigen, was sie so können. Eigentlich beginnt die Rammelzeit bei günstigem Wetter schon Ende Dezember und dauert bis in den August an. Dabei kommt es aber insbesondere im Frühjahr zu einem regelrechten Schauspiel, der „Hasenhochzeit“. Letztendlich bestimmt aber immer die Häsin Zeitpunkt und Dauer des Paarungsaktes.
Ein Wermutstropfen bleibt: Leider ist der Bestandsrückgang von Feldhasen und Niederwild auch in unserer Gegend inzwischen sehr stark. Mit dem Anlegen von Brachflächen und dem Schutz alter Hecken kann die Dichte der Feldhasenpopulation wieder erhöht werden. Allerdings werden sie auch oft Opfer des Straßenverkehrs.
Letztes Jahr tanzten sie bereits im Februar für uns: https://nadiapittura.com/2021/02/12/wildes-rottal-7/



Heute hatten wir mal wieder Museumsdienst. im Video unten gebe ich einige Einblicke in unsere historische Ausstellung, die die Geschichte von Bad Birnbach beleuchtet. Denn in der historischen Ausstellung gegenüber der Pfarrkirche gibt es Spannendes zu erfahren. Hereinschauen lohnt sich!
Es gibt mittelalterliche Funde, die Schenkungsurkunde von 812 mit der Ersterwähnung von Birnbach, viel Information über die Geschichte des Kurortes und des Umlandes. Auch die Kriegszeiten werden erwähnt. Interessant ist auch eine Sammlung von ausgesuchten Zeitungsartikeln von 1927 bis 1950. In einem Text von 1945 werden Tipps an Bauern gegeben, wie sie trotz des Mangels an Dünger und Holz trotzdem düngen und heizen können. Die Ratschläge klingen recht hilflos: Zum Düngen solle man die Erde der Maulwurfshaufen verwenden und zum Heizen trockene Erde.
Gerade in diesen Zeiten, in denen die Angst wieder umgeht in Europa, klingen diese Zeilen irgendwie seltsam…
