Lapwings in Lower Bavaria // Nos vanneaux huppés sont de retour.
Kiebitze im Rottal
Einige Kiebitze sind schon vor Wochen zurückgekehrt und haben Paare gebildet. Andere schwärmen jetzt noch zurück und wollen möglichst schnell in ihre Brutgebiete, um dort ihre Reviere zu belegen.
Sie fliegen zusammen mit Staren und einigen anderen Vogelarten und kommen zum Brüten meist an ihren eigenen Geburtsort zurück.
Die Birnbacher Störche sind von ihrem Kurztrip in ein etwas milderes Klima wieder zurück! Der viele Schnee und die kalten Temperaturen hatten ihnen im Januar nicht gefallen. Heute haben wir sie wieder gesehen! Zuerst wartete ein Storch auf dem Kamin. Als der Zweite dazu kam, gesellten sie sich zu den Silberreihern an der Rott. Jetzt wird erst einmal das Nest geputzt und etwas renoviert für die neuen Storchenkinder, die hoffentlich auch in diesem Jahr in dem Horst auf dem ehemaligen Brauereikamin schlüpfen werden.
Birdwatching in the European nature preservation area Lower River Inn.
// Bei vorfrühlinghaften Temperaturen, schönstem Föhnwetter und klarer Sicht auf das Alpenpanorama waren wir heute mal wieder im Europareservat Unterer Inn. Gesehen. Brandgänse, viele Enten (Reiherenten, Krick- und Stockenten), Graugänse, Höckerschwäne, viele Meisen im Auwald.
Eine Zwergschnepfe überwintert im Kurpark von Bad Birnbach // A Jack Snipe in our region -// Une bécassine sourde dans notre parc
Wie toll, ein GLÜCKSTAG! Während wir heute durch den Kurpark in Bad Birnbach gingen, fiel mir plötzlich in einem kleinen Graben ein brauner Schnepfenvogel mit auffallenden Bändern auf dem Rücken auf. Leider sah auch er mich gleich, sodass ich nur ein recht unscharfes Foto schießen konnte. Zunächst dachte ich, es handele sich um eine Bekassine. Aber nein! Von unserem Ornithologen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) erfuhr ich, dass es sich um die noch seltenere ZWERGSCHNEPFE handele.
Die Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) ist ein Zugvogel, einzelne Exemplare überwintern bei uns an kleinen Gewässern. In Bad Birnbach wurde bereits im Januar 2016 eine Zwergschnepfe gemeldet. Sie ist weltweit die kleinste der im engeren Sinne als „Schnepfen“ bezeichneten Arten und deutlich kleiner als eine Bekassine. Der Rücken ist überwiegend dunkel mit vier markant hervortretenden hellen Bändern. Die Zwergschnepfe ernährt sich von Insekten und deren Larven, Ringelwürmern, kleinen Wasser- oder Landschnecken; Nahrung wird zumeist mit dem langen Schnabel stochernd in weichem Schlamm gesucht.
Ich liebe Schnepfenvögel, weil sie mir so mysteriös vorkommen, meist versteckt leben und scheu sind. Ich finde sie auch elegant. Oftmals haben sie lange Schnäbel und hohe Beine, manche wippen beim gehen oder bei der Nahrungssuche. Sie haben so etwas Wildes an sich, finde ich. Und leider sind sie bei uns meist sehr selten. Auch Brachvögel und Uferläufer gehören zu den Schnepfenvögeln.
Die Birnbacher Stöche überwintern zum zweiten Mal bei uns. Heute sahen wir sie an der Rott im Schnee. Auf Anfrage äußerte sich der Ornithologe vom Landesbund für Vogelschutz Rottal-Inn zur aktuellen Situation: „Die nächsten Wochen werden für die Störche bestimmt nicht einfach, aber solange die Flüsse nicht zugefroren sind oder noch andere Nahrungsquellen zur Verfügung stehen, überstehen sie den Winter bei uns. Wenn ich mir das Wetter für die nächsten zwei Wochen ansehe, kann es durchaus sein, dass die Störche in mildere Gefilde ausweichen. Und das muss nicht einmal der warme Süden sein, sondern kann z. B. in (Nord-)Bayern oder Österreich (Kärnten, Steiermark, Burgenland, etc.) sein. Füttern kommt natürlich nicht in Frage, das ist der Lauf der Natur und kein Streichelzoo. Überspitzt gesagt: Einfach abwarten und schauen, solange die Störche noch stehen können braucht es kein Zutun des Menschen.“
Jedenfalls sehen sie fit aus, das Wasser ist nicht zugefroren und ich freue mich schon auf den Nachwuchs 2021 auf dem ehemaligen Brauereikamin in Bad Birnbach.