Ist das ein Schwarzstorch, da unten auf der Wiese? JA!!! Dass ich ihn so gut einfangen konnte, liegt am Zoom meiner Kamera. Denn im Gegensatz zum Weißstorch ist der Schwarzstorch ein sehr seltener und scheuer Bewohner unserer Wälder und Wiesen; er war sehr weit weg von uns, als wir ihn sahen. Ist er nicht faszinierend?
Dass es im Landkreis Rottal-Inn einige Schwarzstörche gibt, wussten wir bereits. Aber dass es mir gelingen würde, noch einmal einen zu knipsen, das empfinde ich als großes Glück. Denn 2018 haben wir bereits das Vergnügen gehabt, eine ganze Familie zu beobachten.
Me – reporting for our nature conservation association
Heute fand die erste öffentliche BUND Naturschutz-Veranstaltung unserer Ortsgruppe Unterer Inn statt seit der Lockerung der Corona-bedingten Maßnahmen. Ich durfte berichten! Wir haben zusammen mit dem Reptilien-Experten Daniel Renner 11 Äskulapnattern sehen können! Diese Natter gehört mit bis zu zwei Metern Länge zu den größten Schlangenarten Europas. Sie ist wie die meisten Arten dieser Familie ungiftig. In Bayern ist die Äskulapnatter vom Aussterben bedroht.
Äskulapnatter am Unteren Inn – Aesculapian snake
Today we had the first post-corona public excursion with a specialist of the nature conservation association in our region in Lower Bavaria.
Äskulapnatter im Holzstapel
Schachbrettfalter auf der Seibersdorfer Brenne
Am Rand des Auwaldes befinden sich mehrere Holzstapel sowie ein Streifen nährstoffarmen Bodens, auf dem Orchideen und seltene Pflanzen wachsen und viele Insekten, darunter auch verschiedene Schmetterlingsarten, vorkommen.
Ja, wir sind ganz schön riesig geworden. Wisst Ihr, wie Ihr uns trotzdem von unseren Eltern unterscheiden könnt? Wir haben noch graue Schnäbel, die Altvögel aber rote. Einfach, oder? Heute haben wir Geschwister miteinander gekuschelt, weil wir lange alleine bleiben mussten. Dann kam endlich ein Elternteil zurück, da sind wir wagemutig so sehr am Nestrand herumspaziert, dass wir beinahe abgestürzt werden. Schließlich hat unser großer Bruder letztes Jahr am 7. Juli schon fliegen können.
Yes, we grew quite a lot since our last photo shooting but you can distinguish us easily: our parents have orange-red beaks, we have grey ones. We try to be able to fly in a few weeks. Our big brother was able to leave the nest on July 7th. We were a little bit too courageous today but all’s well that ends well.
Heute war ich mit Vogel- und Insekten-Experten Walter Sage bei regnerischem Wetter in Bad Birnbach unterwegs. Zuerst im „Wilden Eck“, dann am Fischweiher. Dabei wurde wieder klar, wie artenreich und schützenswert unsere heimische Natur ist.
Artenreiche Biotope im Rottal bei Bad Birnbach
Ich freue mich, jetzt noch mehr Einzelheiten zu unserer Natur an Kurpark und Rott weitergeben zu können. Die Artenvielfalt in unserer Landschaft ist einfach erstaunlich und es ist erfreulich, sie besser kennenzulernen.
Experte Walter Sage bei der Bestimmung von Insekten
Das „Wilde Eck“: Das „Wilde Eck“ ist ein Biotop gemäß §30 BNatSchG. Das Weidengehölz südlich des Kurparks Birnbach ist seit 1987 amtlich biotopkartiert. Letztes Jahr hatte bereits ein Pflanzenexperte Baum- und Pflanzenarten definiert. Hier noch einmal die Liste:
Nun kann ich dank Walter Sage auch die Vogelliste ergänzen und die Insekten bestimmen:
Vögel: Jungpirole waren zu hören! Das heißt, dass die Pirole bei der Brut erfolgreich waren! Neben Buntspecht, Grünspecht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz bestimmte der Experte auch eine Dorngrasmücke und den Gelbspötter. Elstern, Stare, Grauschnäpper, Zilpzalp, Fitis und Buchfink waren auch dabei. Der Turmfalke rüttelte am Himmel über dem Gebiet, Ringeltauben flogen über die offene Fläche und der Kuckuck wurde im Frühling mehrfach gehört. Nachtrag April 2021: Der erste Kuckuck der Gegend war hier im Wilden Eck zu hören. 16. Mai 2021: Neuntöter-Weibchen füttert ihre Brut im Gebüsch. 9. August 2021: Schwarzspecht.
Das sind schon über 20 Vogelarten in dem kleinen Paradies. Viele davon brüten in den Bäumen.
Lederwanzen unter einem Blatt
Insekten: Kürzlich wurde der seltene und geschützte Weberbock (Lamia textor) im Wilden Eck gesehen. Aus dem Grund sollten auch tote Stämme vor Ort gelassen werden und Bäume, wenn sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen, nur gekürzt werden. Heute zeigten sich gleich mehrere Libellenarten gezeigt. Darunter die Blaue Federlibelle, die Gebänderte Prachtlibelle, die Große Pechlibelle. Außerdem wurden bestimmt: Der Ockergelbe Blattspanner, der Braunstirn-Weißspanner, Lederwanzen, Streifenwanzen, Prachtkäfer, Brombeertriebwickler, Schlupfwespen und Stolperkäfer. 20.05.2021: Gemeine Keiljungfer.
Der Langhornfalter (Nemophora degeerella)
Der Fischweiher: Ein Biotop am abgeschnittenen Bogen der Rott südlich vom Birnbacher Kurpark mit Gewässer-Begleitgehölzen. Hier wächst eine reiche Vegetation an Bäumen, Sträuchern und Stauden, die seit einigen Jahren auch vom Biber mitgeprägt wurde. Dieser hat hier Platz geschaffen für neue Bäume, junge Eichen und Erlen, aber auch Stauden, Karden und Königskerzen.
Gewöhnlicher Schaufelläufer(Cychrus caraboides)
Während eines ganz kurzen Durchgangs wurden heute bestimmt:
Vögel: Blau- und Kohlmeise, Zaunkönig, Zilpzalp, Buchfink, Pirol, Eisvogel, Girlitz, Amsel und Rotkehlchen.
Insekten: der schöne und metallisch glänzende Langhornfalter saß auf den Brennnesseln. Ein Stolperkäfer zeigte sich sowie Nesselzünsler und ein Gewöhnlicher Schaufelläufer fand sich im Totholz.
Über das Wilde Eck habe ich schon mehrmals berichtet: Hier der letzte Bericht vom Mai:
Zurzeit blüht es überall an den Wegrändern und den Blühwiesen. Seit kurzem sind die wunderschönen Königskerzen auch an den Straßenböschungen und an der Rott zu sehen. Auch der Natternkopf blüht und die Disteln schießen in die Höhe. Welch eine Pracht! Und die jungen Spatzen sind überall unterwegs.
Auf dem Flussseeschwalben-Floß am Rottauensee brüten heuer recht viele Lachmöwen. Die Flussseeschwalben haben aber auch hier und da ein Plätzchen gefunden. Ohne diese Flöße würde es kaum mehr Flussseeschwalben bei uns geben. Hier mehr darüber: https://nadiapittura.com/2018/07/08/viel-los-auf-dem-floss/
#rottalinn #natur
Das Floß als künstlicher Brutplatz für Flussseeschwalben