
Winterlandschaft #aquarelle #watercolour

Gestern habe ich Aufnahmen von mehreren erhöhten Lagen aus gemacht: von Langwinkl, Asenham und Oberbirnbach. Die Struktur der welligen Landschaft wird durch die weiße Schneedecke sichtbarer. Das Rhythmische in der hügeligen Landschaft erscheint auf malerische Weise…
Paysages de notre région collinaire en Basse-Bavière. La structure des collines apparait plus clairement grâce à la neige.




Eindrücke aus dem verschneiten Rottal in Niederbayern im Januar 2021. Zu sehen sind Bad Birnbach, Pfarrkirchen, Landschaften, Höfe und Natur.

Wie toll, ein GLÜCKSTAG! Während wir heute durch den Kurpark in Bad Birnbach gingen, fiel mir plötzlich in einem kleinen Graben ein brauner Schnepfenvogel mit auffallenden Bändern auf dem Rücken auf. Leider sah auch er mich gleich, sodass ich nur ein recht unscharfes Foto schießen konnte. Zunächst dachte ich, es handele sich um eine Bekassine. Aber nein! Von unserem Ornithologen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) erfuhr ich, dass es sich um die noch seltenere ZWERGSCHNEPFE handele.
Die Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) ist ein Zugvogel, einzelne Exemplare überwintern bei uns an kleinen Gewässern. In Bad Birnbach wurde bereits im Januar 2016 eine Zwergschnepfe gemeldet. Sie ist weltweit die kleinste der im engeren Sinne als „Schnepfen“ bezeichneten Arten und deutlich kleiner als eine Bekassine. Der Rücken ist überwiegend dunkel mit vier markant hervortretenden hellen Bändern. Die Zwergschnepfe ernährt sich von Insekten und deren Larven, Ringelwürmern, kleinen Wasser- oder Landschnecken; Nahrung wird zumeist mit dem langen Schnabel stochernd in weichem Schlamm gesucht.
Ich liebe Schnepfenvögel, weil sie mir so mysteriös vorkommen, meist versteckt leben und scheu sind. Ich finde sie auch elegant. Oftmals haben sie lange Schnäbel und hohe Beine, manche wippen beim gehen oder bei der Nahrungssuche. Sie haben so etwas Wildes an sich, finde ich. Und leider sind sie bei uns meist sehr selten. Auch Brachvögel und Uferläufer gehören zu den Schnepfenvögeln.
Mehr hier vom NaBu: Vogelporträt: Zwergschnepfe – NABU

Die Birnbacher Stöche überwintern zum zweiten Mal bei uns. Heute sahen wir sie an der Rott im Schnee. Auf Anfrage äußerte sich der Ornithologe vom Landesbund für Vogelschutz Rottal-Inn zur aktuellen Situation: „Die nächsten Wochen werden für die Störche bestimmt nicht einfach, aber solange die Flüsse nicht zugefroren sind oder noch andere Nahrungsquellen zur Verfügung stehen, überstehen sie den Winter bei uns. Wenn ich mir das Wetter für die nächsten zwei Wochen ansehe, kann es durchaus sein, dass die Störche in mildere Gefilde ausweichen. Und das muss nicht einmal der warme Süden sein, sondern kann z. B. in (Nord-)Bayern oder Österreich (Kärnten, Steiermark, Burgenland, etc.) sein. Füttern kommt natürlich nicht in Frage, das ist der Lauf der Natur und kein Streichelzoo. Überspitzt gesagt: Einfach abwarten und schauen, solange die Störche noch stehen können braucht es kein Zutun des Menschen.“
Jedenfalls sehen sie fit aus, das Wasser ist nicht zugefroren und ich freue mich schon auf den Nachwuchs 2021 auf dem ehemaligen Brauereikamin in Bad Birnbach.

