Wildtiere unserer Region von der Nachkriegszeit bis heute

Bad Birnbacher Heimatheft 32 - Wildtiere
Geschichte der Wildtiere im Rottal
Wildtiere in unserer Umgebung – Bad Birnbacher Heimatheft

Das neue Bad Birnbacher Heimatheft 32 ist da! Der Band erscheint wieder zur Adventszeit und ist in der Buchhandlung Hölzl in der Bad Birnbacher Hofmark zu haben.

Ich freue mich, dass ich wieder einen Beitrag beisteuern durfte und bin auch dankbar und ein wenig stolz darauf, dass ich nun schon zum vierten Mal mitwirken durfte. Denn das Interesse für regionale Geschichte (und Geschichten) sorgt auch dafür, dass man sich „dahoam“ fühlt.

Bad Birnbacher Heimatheft 32

Diesmal habe ich über einige Wildtiere geschrieben, die unsere Gegend durchstreifen. Denn schon lange frage ich, wenn ich meine tierischen Freunde sehe, wie es ihnen früher erging und wie es ihnen heute geht. Und so lautet der Titel meines Beitrags „Wildtiere in unserer Region von der Nachkriegszeit bis heute“.

Danke an alle diejenigen, die mir mit Informationen, Geschichten und Zahlen dabei geholfen haben!

Natürlich könnte man fragen: „Was haben Tiere mit Geschichte zu tun?“. Darauf habe ich versucht, eine Antwort zu finden:

„Die Tatsache, dass die Artenvielfalt und auch die Anzahl einzelner Wildtiere nicht nur durch Prozesse wie beispielsweise den Klimawandel bestimmt werden, sondern durch die Handlung der Menschen, rückt das Thema in den Bereich des Politischen. Denn nicht nur Jäger und Landwirte haben einen großen Einfluss auf die Entwicklungen in der Tierwelt, sondern eben auch politische Entscheidungen und Trends in Bereichen wie Forstwirtschaft, Naturschutz, Verkehrswesen und Bauwesen.

Die Erzählungen rund um die Wilddieberei in der unmittelbaren Nachkriegszeit zeigen auf, dass auch Wohlstand und Not, „fette und magere Jahre“ einen direkten Einfluss auf unsere heimische Tierwelt haben. So wird unsere Natur zum Spiegel der Geschichte.“

Hier noch ein Teil der Einleitung zum reinschnuppern:

<object class="wp-block-file__embed" data="https://nadiapittura.com/wp-content/uploads/2022/11/wildtiere-unserer-region-von-der-nachkriegszeit-bis-heute-bad-birnbach-nadia-baumgart.pdf&quot; type="application/pdf" style="width:100%;height:745px" aria-label="<strong><span style="text-decoration:underline">wildtiere-unserer-region-von-der-nachkriegszeit-bis-heute-bad-birnbach-nadia-baumgart</span>wildtiere-unserer-region-von-der-nachkriegszeit-bis-heute-bad-birnbach-nadia-baumgartHerunterladen

Auf den Rottauenwegen in Bad Birnbach

Naturbeobachtung - Kulturspatz Bad Birnbach - Text und Fotos von Nadia Baumgart
Naturbeobachtungen – im Kulturspatz Bad Birnbach

Wildlife in Lower Bavaria – Nature le long de notre rivière en Basse-Bavière

Für den Juli-Beitrag im „Kulturspatz“ hatte ich wieder Naturfotos ausgesucht.

Es sind alles Bilder aus dem Juli vergangener Jahre, die ich in den Rottauen oder im Kurpark gemacht habe. In der Rubrik „Naturbeobachtung“ können nur ca. 3 oder 4 Fotos gedruckt werden. Hier möchte ich aber auch diejenigen zeigen, die nicht gedruckt werden konnten.

Eine Ausnahme ist der Große Feuerfalter (Lycaena dispar). Diesen gibt es erst seit kurzem (seit etwa drei Jahren) in Niederbayern. Wir haben ihn an der Rott Ende Juni 2022 gesehen und fotografiert.

Großer Feuerfalter an der Rott - Rottauenwege
Der Große Feuerfalter – 2022
Seidenreiher an der Rott - Vogelbeobachtung Rottauenwege
Seidenreiher (Egretta garzetta)

Der Seidenreiher an der Rott. Auch er ist eine Rarität. Nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls weißen Silberreiher (dieser ist deutlich größer).

Stieglitz in der Blühwiese - Kulturspatz
Der Stieglitz nascht Samen in der Blühwiese beim Artrium
Blühwiese im Sommer - Artrium Bad Birnbach
Die Blühwiese neben dem Artrium im Juli
Graureiher - Natur an den Rottauenwegen
Graureiher auf der Pirsch in der Rott

Schmetterlingszeit im Rottal / Butterflies

Großer Feuerfalter  (Lycaena dispar) an der Rott in Niederbayern
Großer Feuerfalter  (Lycaena dispar)

Butterflies in Lower Bavaria// Papillons en Basse-Bavière

Heute waren wir auf Insekten- und Schmetterlingsjagd an der Rott in Niederbayern. Glücklicherweise sind wir fündig geworden. Wir haben sogar den Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) gesehen. Letztes Jahr haben wir ihn zum allerersten Mal gesehen. Wie schön er ist! Er gehört zur Familie der Bläulinge, die Männchen haben kräftig orangerot gefärbte Flügeloberseiten.

Leider verschwinden ja immer mehr Falter-Arten, aber dieser ist erst neu nach Niederbayern „eingewandert“, es gibt ihn bei uns erst seit 3 Jahren. Der Große Feuerfalter ist selten und gefährdet, scheint sich aber stellenweise wieder auszubreiten.

Bläuling - Natur in Bad Birnbach
Bläuling auf Hornklee
Und hier im Video: Schmetterlinge bei Bad Birnbach

Romantischer Spaziergang an der Rott

Im Juni ist es auf den Rottauenwegen ganz besonders romantisch
Kiebitz (Vanellus vanellus) mit Lachmöwen an der Rott

Romantic walk along the river in Lower Bavaria

So kann man sich irren: Ich habe befürchtet, dass die Lachmöwen, die zunehmend an der Rott zu sehen sind, für die Kiebitze (Vanellus vanellus) störend seien. Heute sah ich, dass das Gegenteil der Fall ist! Ganz vergnügt nahmen sie gemeinsam ein Bad. Wahrscheinlich geben sie sich gegenseitig Sicherheit. Ich bin froh, mal wieder durch die Beobachtung der Natur ein Vorurteil losgeworden zu sein.

Im Video (unten) zu sehen sind Schmetterlinge, Wildblumen, Pferde, Landschaften, Libellen und zuletzt Kiebitze in der Rott

Goldene Schätze: Der Goldregenpfeifer im Rottal

Golregenpfeifer (Pluvialis apricaria) auf einem Acker
Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)

EN : Golden plovers in Bavaria

FR : Pour la première fois j´ai vu des pluviers en Bavière

Goldregenpfeifer! Hier rasten sie im Rottal. Sie ziehen dann in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden.

 Schon der bezaubernde Name weckt Neugierde, finde ich. Letztes Jahr sagte mir ein Kenner: „In den über das Rottal ziehenden Kiebitz-Trupps sind diesmal auch Goldregenpfeifer.“

Natürlich schaute ich mir gleich Bilder im Internet und in Büchern an. Dass ich sie in diesem Jahr sehen würde, das hatte ich nicht gewagt zu hoffen. Und heute habe ich sie doch gesehen! Sie ruhten auf einem Acker und flogen dann neben einem Kiebitzschwarm über die Wiesen. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden!

Sie ziehen in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten, insbesondere in Island und Norwegen. In Mitteleuropa, Großbritannien und Nordeuropa gehen die Bestände seit längerem drastisch zurück. Mit nur noch wenigen Brutpaaren steht der Goldregenpfeifer als Brutvogel in Deutschland kurz vor dem Aussterben.  Dies ist in der Regel eine Folge der Zerstörung der Moorgebiete. Immerhin können wir noch einen Blick auf die Durchzügler werfen.

Goldregenpfeifer Rottal-Inn
Aufmerksam schauen sie aus dem Acker hervor

Heute noch gesehen: einen Waldwasserläufer, Kiebitze, die ersten Primeln und eine rosafarbene Pflanze mit dem lustigen Namen „Schuppenwurz“. Beeindruckend ist, dass die Schuppenwurz erst blüht, wenn sie schon mindestens 10 Jahre alt ist!

Waldwasserläufer (Tringa ochropus) an der Rott bei Pfarrkirchen
Waldwasserläufer (Tringa ochropus) an der Rott
Ziehende Kiebitze (Vanellus vanellus)
Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria)