Eigentlich wollte ich schreiben und habe gestern Abend meinen Schreibblock ins Café Viamar mitgenommen. Es war so eine schöne, entspannte und fröhliche Atmosphäre an diesem lauen Sommerabend, dass ich dann doch anfing, mit dem Kugelschreiber zu kritzeln. Hier einige Eindrücke.
Rapid sketches in our cafe bar
J´avais emmené mon bloc-note au bar hier soir pour écrire des textes. L´atmosphère était tellement belle, les gens si détendus, que j´ai décidé de faire plutôt des croquis avec mon stylo.
Sommerabend im Café – Cafeszene im Viamar – SketcheMiteinander ist es immer schönEin Plausch im Café – Zeichnung mit KugelschreiberEin entspannter Abend – ZeichnungenAmies au café – croquis avec stylo
Storks in our town in Lower Bavaria / Nos cigognes en Basse-Bavière
Im Birnbacher „Kulturspatz“ haben jetzt auch die Störche ein Plätzchen gefunden. Die Fotos zeigen den Horst in diesem Jahr. Ich habe auch kurz die Geschichte des Storchennests auf dem alten Brauereikamin erläutert:
„Im August 2014 ließ Monica Gräfin von Arco auf Valley eine Nisthilfe dort errichten. Schon 2015 landete der erste Weißstorch auf dem Nest. Inzwischen sind insgesamt 8 flügge Jungvögel in Bad Birnbach ausgeflogen. Dies ist besonders erfreulich, weil zuvor in unserem Landkreis Weißstörche nur auf dem Zug oder bei der Rast beobachtet worden waren.
Auch in diesem Jahr sind zwei Jungstörche in diesem Nest geschlüpft. Es ist eine große Freude für Einheimische und Gäste, die eleganten Vögel über den Ort und das Rottal fliegen zu sehen.“
In der Literatur fand ich nur einen früheren Hinweis auf nistende Weißstörche: Der Autor Dr. Franz Uhl aus Burghausen berichtet von einem Horst in unserem Landkreis in den 20er Jahren: “Im Jahre 1929 nisteten Störche in Strohham bei Simbach. Auf dem Zuge sind sie nicht so selten zu sehen.“
Die positive Entwicklung des Brutbestandes in unserer Region liegt ganz im Trend: Die Weißstorchpopulation im Freistaat steigt nämlich nach drastischen Bestandseinbußen im letzten Jahrhundert seit Jahren wieder an. Schutzmaßnahmen wurden in den 80er Jahren eingeleitet. 2019 wurden dann ganze 634 Brutpaare in Bayern gezählt. 2020 sind schon mehr als 700 besetzte Nester erfasst worden. Inzwischen sollen es noch mehr sein.
#storchennest #störche #rottalinn
Die Paarung der Störche im Frühjahr 2022Das Birnbacher Storchennest im Mai 2022
Zu heiß für Unternehmungen? Das ist das richtige Wetter für Museen! Gestern haben wir mit großer Freude das Stadtmuseum-Heimathaus in Schärding (Oberösterreich) entdeckt, an dem wir bisher immer vorbei gegangen sind.
Wir hatten das Glück, eine richtig tolle Führung zu erleben: Die Museumswärterin erklärte uns mit Begeisterung die Hintergründe vieler ausgestellter Objekte. Wir durften uns sogar in einem richtig edlen venezianischen Spiegel in der Bürgerstube bewundern. Hier einige Exponate, die ich besonders interessant fand:
Votivbild Brand in schärding 1724
Die Kopie eines beeindruckenden Votivbildes, das den Brand in Schärding 1724 zeigt. Damals sprang der Feuersturm sogar über den Inn auf das Kloster Neuhaus.
Die erste Karte des Goldenen Steiges – „Legalisierte“ Schmugglerpfade
Interessant fand ich die erste „Goldener Steig“- Karte. Die Karte besiegelte den Salzstreit von 1515: Viele Händler brachten nämlich ihre Waren auf Saumpfaden durch den Bayerischen und Böhmischen Wald, um die vielen Gebühren zu umgehen, die sie bezahlt hätten, wenn die Waren über den Inn verschifft worden wären. Mit der Zeit ergriff die Stadt Passau Maßnahmen gegen diesen „Steuerbetrug“. Am Ende einigte man sich auf bestimmte Wege, die mehr oder weniger „legalisiert“ und aufgezeichnet wurden.
Der „Mohr von Teufenbach“
Eine besondere Geschichte über den „Mohr von Teufenbach“. Laut einer Sage soll ein Schlossherr von Teufenbach nach Afrika gereist sein, wo ihm ein Einheimischer namens Kwamm das Leben rettete. Der Schlossherr brachte seinen Retter aus Dankbarkeit mit nach Teufenbach, wo er aber von der Bevölkerung bedroht wurde. So ließ ihn der Schlossherr wieder zurück in seine afrikanische Heimat bringen. Zu seinem Andenken wurde ein hölzernes lebensgroßes Standbild von Kwamm gemacht.
Ein Gehrock aus dem 18. Jahrhundert
Ein wunderschöner Gehrock (1750) aus feinem Schärdinger Wollstoff, an dem sich die heutigen Modedesigner inspirieren könnten.
Ein Löffel aus Horn: Löffel waren persönliche Gegenstände. Wenn man starb, gab man wortwörtlich den Löffel ab. Ich wusste nicht, dass das Sprichwort „den Löffel abgeben“ von dieser Sitte stammt.
Letzens sah ich viele kleine Fische nach Luft schnappend aus der Rott springen: Das warme Wasser ist sauerstoffarm. Sie taten mir leid. Und jetzt stand in der Zeitung, etliche Fische seien in der Kleinen Vils an Sauerstoffmangel gestorben sind. Da dachte ich, ich male dieses Bild für sie. Es gibt ihnen das Leben nicht zurück, ich weiß. Aber es hat mir erlaubt, über unsere Gewässer und das Leben darin nachzudenken.
FR: L´autre jour, j´ai vu des poissons sauter hors de l´eau en continuation dans notre rivière. En fait, la canicule diminue le taux d´oxygène dans l´eau et ils risquent d´asphyxier. Ils m´ont fait de la peine et j´ai décidé de peindre cette aquarelle en pensant à tous ces animaux et organismes qui vivent dans nos fleuves et rivières.
Nature impressions in Lower Bavaria // Natur an Rott und Inn im Juli
Bei der Hitze in den letzten Tagen waren wir weniger unterwegs. Trotzdem haben wir in den Rottauen einige schöne Naturbeobachtungen machen können.
Gestern waren wir bei kühlerem Wetter im Europareservat Unterer Inn.
Wir haben viele Vögel gesehen. Auf dem Inn beim Kraftwerk sind gerade Dutzende von Großen Brachvögeln zu sehen, aber auch Schwärme von Kiebitzen und Graugans. Die Kiebitze sammeln sich am Inn und ziehen dann im Herbst in ihre Überwinterungsgebiete.
Hier einige Eindrücke aus den letzten Tagen.
FR: Comme il a fait très chaud les derniers jours, nous sommes moins sortis mais nous avons quand même fait de belles observations dans la nature. Hier nous avons été dans la réserve naturelle « Unterer Inn » sur la frontière bavaro-autrichienne où nous avons vu beaucoup d´oiseaux..
In den Rottauen gibt es immer etwas zu entdeckenDunkle Wasserläufer am Kraftwerk im Europareservat Unterer InnEin majestätischer Mäusebussard im blauen Himmel
Und hier noch Eindrücke des Ausflugs an den Unteren Inn bei Ering: