Nature

 

Miracle of nature in the Bavarian Forest
Naturwunder Bayerischer Wald: hier die Rieslochfälle bei Bodenmais – Einfach zu ko von der Wanderung, um noch darüber zu schreiben…Ich hoffe, die Bilder sprechen für sich… Hier mehr:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rieslochfälle

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Plastik im Wald – Plastic in the forest

Eine schöne Wanderung im Rottal. Und doch stört mich da etwas: Über den Plastikmüll im Meer regen wir uns alle auf. Nun soll kein Plastikbesteck mehr hergestellt werden, was ich sehr begrüße. Aber wir sollten wachsam bleiben: wo gibt es unnötiges Plastik? Zum Beispiel im Wald!

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Die Kunststoffclips als Verbiss-Schutzmanschetten oder Terminaltrieb-Manschetten sollen junge Forstpflanzen vor Verbiss schützen. So färben sich unsere auch vor dem Herbst Wälder bunt…Es geht auch anders: unbehandelte Schafswolle, einfach um die Gipfelknospe der jungen Bäume gelegt, erfüllt denselben Zweck ohne Recyclingprobleme.

 

 

A beautiful walk in the surroundings… But one fact bothers me. Plastic waste drifting on the ocean received wide media attention but there is a lot of unnecessary and anaesthetic plastic…in our forest! Plastic collars for young forest plants against damages from roe deer. In the past, lamb’s wool was used for this purpose and I hope that it will be used again in the future…

Une belle promenade dans les environs. Et pourtant quelque chose me dérange : les déchets en plastiques dans la mer énervent tout le monde. Mais les clips en plastique colorés posés sur les pousses terminales des jeunes arbres pour les défendre contre les dommages dus à l’abroutissement ne semblent pas avoir l´attention des médias. Autrefois, on posait de la laine sur les pousses avec le même effet et j´espère qu´on recommencera à le faire. Car une foret colorée de morceaux de plastique, ce n´est ni esthétique ni écologique…

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Plastik im Wald…Muss das sein?

Viel los auf dem Floß!

A raft as an artificial breeding place for the rare common terns on our lake.

Un radeau comme site de reproduction pour sauver les rares sternes pierregarin (ou estorlets ou hirondelles de mer – Sterna hirundo)

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Auf dem Rottauensee wurde 2011 vom Landesbund für Vogelschutz Rottal gemeinsam mit der Wasserwacht Postmünster ein Floß als künstliche Nisthilfe für die eleganten Fluss-Seeschwalben (Sterna hirundo) angebracht. LBV-Kreisgruppenleiter Hubert Szücs fährt immer wieder mit seinem Tretboot hinaus und schaut nach dem Rechten.

Heute haben wir uns das Floß vom Ufer aus angesehen und das rege Treiben beobachtet.

Die Art ist vom Aussterben bedroht, sie braucht zum Brüten ungestörte Uferzonen oder kleine, bekieste Inseln. Diese Bruthabitate sind selten geworden oder werden schon frühzeitig von den größeren Lachmöwen besetzt.

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Das Floß hatte von Anfang an Erfolg und beherbergte schon im ersten Jahr 16 Brutpaare. 2013 wurde es schon zu eng, weil sich immer mehr Brutpaare dazu gesellten, sodass es vergrößert wurde.

Erst im Mai wird es auf die offene Seefläche gefahren, damit andere Wasservögel, die früher brüten, sich nicht darauf niederlassen. Einige Lachmöwen haben sich unter die Flussseeschwalben gemischt, sie scheinen sich gegenseitig zu tolerieren.

Letztes Jahr konnten auf dem schwimmenden Brutplatz mehrere Dutzend Flussseeschwalben-Küken flügge werden. Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr viele junge Flussseeschwalben ihre künstliche Insel verlassen werden, um im September nach Afrika zu fliegen. Die Flöße dürfen natürlich nicht betreten werden, das Freizeitverhalten sollte angepasst sein.

 

http://rottal.lbv.de/projekte/flussseeschwalbe.html

Natur und Kultur im Bayerischen Wald

Impressions of our last day in the Bavarian Forest: horses, forest trails and the discovery of a local artist, Franz Xaver Fischl.

Eindrücke unseres letzten Tages im Bayerischen Wald: Brauereipferde, der Urwaldsteig bei Bayerisch Eisenstein und die Entdeckung eines hervorragenden, aber leider kaum bekannten Malers und Radierer, Franz Xaver Fischl (1893 – 1962), dessen Werke gerade in Zwiesel ausgestellt werden.

Insbesondere die „Lachende Großmutter“, eine Kohlenzeichnung von Franz Xaver Fischl aus dem Jahr 1914 hat mich sehr beeindruckt: wie authentisch und lebendig wirkt doch das verschmitzte Gesicht der humorvollen alten Frau! Aber auch der konzentrierte Gesichtsausdruck der „Nachtleserin“ (eine im Jahr 1921 entstandene Bleistiftzeichnung) hat mich begeistert.

Am Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein kann man noch einen Abschnitt des Stacheldrahtzauns sehen, der in der Zeit der Eisernen Vorhänge Deutschland von Tschechien getrennt hat. Ein Mahnmal, das in unseren Zeiten, in denen der Ruf nach Mauern und Zäunen wieder lauter wird, nachdenklich stimmt…

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Barbed wire fence that separated the Czech Republic from Germany during the cold war.

Und hier noch mal die Pferde:

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Bavarian Forest

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Plein air painting in the Bavarian Forest – A challenging motif…

Plein air malen, also malen in der Natur, wie es die Impressionisten machten, ist immer ein wunderschönes Abenteuer und doch eine Herausforderung, weil man „mitten drin“ ist. Malt man aus der Fantasie oder von einem Foto, hat man ein Bild vor sich. Malt man in der Natur, ist man selbst Teil des Bildes. Das Motiv befindet sich nicht vor uns, sondern über, neben, unter uns. Wir selbst werden von dem Licht angestrahlt, das wir malen wollen…

Und haben somit keinen Abstand. Also kann man nur einfach drauf losmalen. Wenn man keinen Fotorealismus will, muss man vor Ort interpretieren und das fällt nicht immer leicht. Während ich mehrmals versucht habe, die Gegend, die ich vor unserer Pension sehe, zu malen, fiel mir auf, dass jede Landschaft für Maler besondere Probleme bereithält. Der Bayerische Wald mit seinen harten Kontrasten und den vielen Grüntönen wird als Malerei schnell „kitschig“, während zum Beispiel Meereslandschaften an sich schon einen Abstraktionsgrad haben, der für Maler eine Art von Hilfestellung leisten kann. Damit will ich nicht sagen, dass es einfach sei, das Meer zu malen, ich habe es oft genug probiert.

Aber dieser Wald und die Wiesen hier, wenn man es nicht gewohnt ist, sie zu malen, führen einen mit den vielen Details gerne in die Irre. Ich habe versucht, den „Kern“ der Landschaft zu erfassen, hier im Zellertal und hoffe, dass es mir zumindest teilweise gelungen ist.

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