Der Frühling kommt – Le printemps arrive

Frühling in Bad Birnbach – Printemps en Bavière

Kiebitze zurück im Rottal! The lapwings are back

Kiebitzschwärme über dem Rottal – Vanellus vanellus – Vanneaux huppés

Kiebitze über dem Rottal!

Welch unsagbare Freude: Am 24. Februar waren große Schwärme von Kiebitzen (Vanellus vanellus) am Himmel zwischen Bad Birnbach und Triftern zu sehen. Sie kommen gerade zurück aus ihren Überwinterungsgebieten und einige werden zum Brüten hierbleiben.

Als Bodenbrüter sind sie sehr gefährdet. Hoffentlich klappt es in diesem Jahr, dass wieder mehr „Pullis“ (so nennt man die Küken) hier flügge werden. Inzwischen wurde ein Kiebitzschutz-Team vom Landschaftspflegeverband Rottal-Inn e.V. organisiert.

Einige werden bei uns bleiben und Brutpaare bilden

Kiebitze im Rottaler Himmel

„Ur-Einwohner“ des Rottals


Der Kiebitz ist eine Vogelart aus der Familie der Regenpfeifer. Mit seiner Haube („Holle“),
seinem metallisch grün-grau schimmernden, schwarzweißen Gefieder, seinen spektakulären
Balzflügen und den „Kiwit-kiwit“-Rufen ist er ein echter Sympathieträger. Er brütet
hauptsächlich in offenen, flachen Landschaften mit kurzem oder gar keinem Gras, gerne auch
auf Ackerflächen. Der Kiebitz steht aufgrund seines raschen Rückgangs seit 2016 auf der
bayerischen Roten Liste in der Kategorie 2 als stark gefährdet. Er ist sowohl bayern- als auch
deutschlandweit stark gefährdet; Deutschland besitzt aufgrund seines großen Anteils der
Weltpopulation eine nationale Verantwortung für die Art.

Zählungen dokumentieren einen dramatischen Einbruch des Brutbestandes


Die Zahl der Brutpaare über die Jahrzehnte genau zu rekonstruieren ist schwierig, da sie lange
nicht gezählt wurden.


Die Ergebnisse einer ersten Rasterkartierung von 1985 wurde in einem Bericht von Klaus
Schmidtke im Anzeiger der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern 1989 veröffentlicht. Das
Material wurde in den Flußniederungen der Rott gesammelt. Dabei wurde 1985 der Wert von
230 Brutpaaren ermittelt, insbesondere im Raum Pfarrkirchen.


Allerdings hat Schmidtke ausschließlich Kiebitze an der Rott registriert, d.h. dass die zeitweise
starken Populationen an der Kollbach und am Inn (sowie die sogenannten „HügellandKiebitze“) hier wegfallen. Wie viele es zwischen den 50ern und späten 80ern, insgesamt
waren, kann man somit nur vermuten.


„Für den Zeitraum 2005-2009 wurden für den Landkreis Rottal-Inn ein Kiebitz-Bestand von
411-1056 Revieren ermittelt. Das sind 4,3 – 17,6 % des bayerischen Gesamtbestandes.“19

Bei der Schätzung 2005-2009 muss berücksichtigt werden, dass die Bestandserhebung in
Schätzklassen erfolgt ist und der untere Bereich der jeweiligen Schätzklasse meist dem reellen Bestand am nächsten kommt. Weiter ist zu berücksichtigen, dass seit der letzten
Bestandsschätzung 2005-2009 sowohl beim Kiebitz als auch beim Rebhuhn weitere erhebliche
bis dramatische Bestandsrückgänge zu verzeichnen sind.


Der Kiebitzbestand wurde im Jahr 2021 im Rahmen der 7. landesweiten
Wiesenbrüterkartierung zum ersten Mal in Bayern annähernd vollständig erfasst. In einem
aktuellen Bericht des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Rottal-Inn 2021 über die Kartierung
in unserem Landkreis wurden folgende Zahlen ermittelt: „Mit 53 Brutpaaren stellt der Kiebitz
die größte Anzahl an aufgenommenen Bruten dar. Die Vorkommen sind aber größtenteils
isoliert und einige sind sehr bestandsschwach.“


Besorgniserregend ist die Tatsache, dass im Frühjahr 2021 nur 24 (!) geschlüpfte Kiebitzküken gesichtet wurden. Mit einem solch geringen Bruterfolg kann der Bestand sich weiterhin nur negativ entwickeln.


Ursachen des Bestandseinbruchs


„Hauptursachen des Rückgangs wiesenbrütender Vogelarten sind in erster Linie
Lebensraumverlust und damit einhergehende geringe Nahrungsverfügbarkeit. Die Gründe
hierfür sind insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft sowie der durch
Entwässerung geschaffene niedrige Grundwasserstand. Zudem schwächen auch Prädation
durch beutegreifende Vögel und vor allem nachtaktive Säuger die vorhandenen
Restpopulationen.“


Auch freilaufende Hunde und Katzen können den Bruterfolg gefährden. Der
Lebensraumverlust durch zunehmende Flächenversiegelung durch Gewerbe- und
Siedlungsbau spielt in unserer Region natürlich auch eine Rolle.

Hoffnung für den Kiebitz


Um zu verhindern, dass der Brutbestand von Kiebitzen in unserer Region komplett einbricht,
markiert der Landschaftspflegeverband seit einigen Jahren die Bodennester, sodass Landwirte
die Gelege umfahren können.

Quellen:

Bayerisches Landesamt für Umwelt, Arten- und Lebensraumschutz, Vogelschutzwarte
Landschaftspflegeverband Rottal-Inn 2021

Im #Tierfreigelände Bayerischer Wald – Wildlife enclosure Bavarian Forest

Fischotter (Lutra lutra)

Gestern haben wir einen wunderschönen Tag im Tierfreigelände verbracht und das riesige Glück gehabt, einen Otter aus der Nähe beobachten zu können! Für solche Erlebnisse kann man einfach nur dankbar sein.

// Momenti splendidi nel Parco nazionale della Foresta Bavarese

Bei jedem Wetter spannend: Das Tierfreigelände
Uhu (Bubo bubo)
Zusammen die Natur erkunden – Mit Matthias und Teresa aus Siena

Und hier das Tierfreigelände im Sommer:

Tierfreigelände Neuschönau im Sommer

Die Haare sind ineinander verzahnt und so bildet sich ein isolierendes Luftpolster, was den Otter zusätzlich wärmt. Zur Fellpflege wälzen sich die kleinen Jäger auf dem Boden.

Unterwegs im Ibmer Moor – Im Februar

Zusammen die Natur entdecken

Unterwegs im Ibmer Moor mit jungen Biologen aus Siena, die glücklicherweise auch noch mit mir verwandt sind. Das Ibmer Moor  ist die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs.

Sehr schön war es, wieder die ersten Kiebitze (Vanellus vanellus) zu erleben und zu sehen, dass die Leberblümchen (Hepatica nobilis) blühen.

FR //Randonnée dans un marais et ancienne tourbière en Autriche. Les premiers vanneaux huppés sont déjà arrivés.

EN // Walking in a protected marshland in Austria. The first lapwings were already there.

Einer der ersten Kiebitze im Ibmer Moor – Dass es ein Männchen ist, sieht man an der langen Tolle und dem tiefschwarzen Latz
Leberblümchen (Hepatica nobilis)
Moorlandschaft

Chillen in der Februarsonne

Ruhende Rehe im Rottal, Niederbayern
Nachbarn – Voisins – Neighbours

Es ist schon sonnig und warm. Ein Feldhase sonnt sich in der Vorfrühlingssonne und Rehe chillen gegenüber einer Krähen-Gang. Traumbilder im Februar.

Chevreuils et lièvres dans le soleil de février

Feldhase in der Wintersonne