Kalt und schön

 

Romantic walk around a lake in our surroundings.

Spaziergang gestern am Rottauensee: Enten und Gänsesäger bewegten sich elegant wie in einer Choreographie. Elstern und Graureiher saßen dekorativ im Astgewirr, kleine Eiszapfen hingen an den Bäumen wie glitzernde Diamanten. Später legte sich warmes Nachmittagslicht über die kalte Landschaft. Romantisch…

Hills

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Farms on the hill – watercolour

Fermes sur la colline – Aquarelle

Rottaler Landschaft. Diese Höfe sehe ich im Winter aus dem Fenster; sie liegen auf dem Hügel in Richtung Asenham. Aquarell

Rottaler Landschaften

 

Impressions of our region in Lower Bavaria

Rottaler Landschaften: zwischen Anzenkirchen und Triftern in Niederbayern. Bei beinahe jedem Wetter romantisch…

#Rottal #Natur

 

Traditions

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Altes Brauchtum: Auf der Birnbacher Themenwanderung „Die letzte Rauhnacht“ sprangen uns in Holzham plötzlich die Perchten entgegen. Perchten treten in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Neujahr auf. https://www.bayerbacher-perchten.de/

 

Pre-Christian Alpine traditions: During our walk we met fur covered beasts, the so called „Perchten“ – half animal, half human – Traditionally, the masks were displayed in processions (Perchtenlauf) during the last week of December and first week of January, and particularly on January 6. The costume consists of a brown wooden mask and brown or white sheep’s skin.

 

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Bayerbacher Perchten

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Das Gute und das Böse

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Wölfe – Aquarell mit Tusche

 

Wer sind denn die Guten im Tierreich?

Schützenswert und süß scheinen auf jeden Fall Rotkehlchen, bunte Schmetterlinge und Häschen.

Aber da gibt es die anderen:

„Räuber“, „Raubwild“, „Plünderer“, so nennen wir die Bösen. Wer will schon Räuber und Kriminelle in unserer Gesellschaft…Die nehmen uns etwas weg, das uns gehört. Gefährden unser Eigentum, unsere Lebensräume.

Der Wolf könnte unsere Kinder fressen. Der Biber „frisst alles z´samm“…Der Eichelhäher „plündert“ Nester. „Der Fuchs ist die häufigste Raubwildart in unseren Revieren“ lese ich auf der Seite des Jagdverbandes…

Wir müssten sie töten, wird uns gesagt. Zum Schutz unserer Kinder, unserer Gesundheit aber auch anderer Tiere, ihren „Opfern“ sozusagen, nämlich beispielsweise der Bodenbrüter, Fasane, Rebhühner. Wir beschützen diese Opfer unter anderem, um sie selber schießen zu dürfen. Auch die Fische müssen wir „schützen“. Nicht dadurch, dass wir für Wasserqualität sorgen, sondern eher indem wir die „Feinde“ unserer gezüchteten Jungfische abschießen, nämlich Graureiher und Kormorane.

Oftmals heißt es, Wildtiere, insbesondere Vögel, seien in Deutschland geschützt. Die „Bösen“ seien die Südländer, die alles „abknallen“. Früher wusste ich nicht, dass in Deutschland zum Beispiel die Waldschnepfe gejagt werden darf. Die Waldschnepfe wird nicht nur in Bayern gejagt, sondern erstaunlicherweise auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer…

Dass man auch Möwen, Schwäne und den hübschen, winzigen Mauswiesel in Deutschland jagen darf, finde ich befremdlich…

Diese aggressive Sprache macht mich sprachlos. Die Sprache der Jäger ist eine kriegerische. Die bösen Tiere seien „hinterlistig“, sollten „effizient bekämpft“ (z.B. Ameisen), „ausgeräuchert“ (Dachs) werden…

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr fällt mir auf, dass wir Menschen oftmals unsere Mitmenschen auch in dieselben Kategorien, nämlich nützlich/schädlich einteilen.

Die Frage ist jedoch: Wie wollen wir denn zusammen leben? Wer ist schädlich/ nützlich für wen? Wer entscheidet, wer gut oder böse ist?