Sehnsucht nach dem wilden Wald

Wild Forest – Watercolour

Sehnsucht nach dem wilden Wald

/Nostalgie de la forêt sauvage

Spaziergang im Europareservat Unterer Inn

Gestern bei wunderschönem Wetter im Europareservat Unterer Inn, am Inndamm und im Auwald
// At the European Nature Reserve Lower River Inn

Großer Brachvogel / Courlis cendré / Eurasian curlew

Noch fühlt sich das Wetter an, als seien wir im Hochsommer. Und doch beginnt der Vogelzug und erinnert uns daran, dass der Herbst bald beginnt.

Und so war es eine große Freude gestern am Inn ca. 150 Große Brachvögel zu sehen, die dort rasten, bevor sie an die Küsten von West- und Südeuropa fliegen, um dort zu überwintern. Das leise melodische Trillern war von weitem zu hören. Auch einige Kiebitze waren unter ihnen zu sehen.

Als Brutvogel wird der Große Brachvogel in der Roten Liste Bayern als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Als Zugvogel auf der Rast können wir ihn glücklicherweise noch in großen Trupps erleben.

Libellen im Auwald
Naturbeobachtungen machen glücklich

Und hier noch ein Video dazu:

Der Biotop-Acker in Eglsee – Artenreiche Wiesen

Tausendgüldenkraut (Centaurium)

Der “Biotop-Acker“ Eglsee bei Ering am Inn im Sommer – Es handelt sich um eine Biotop-Fläche nahe dem Inn-Damm im Europareservat Unterer Inn. Die früheren Äcker bei Eglsee wurden im Rahmen des EU-LIFE-Projekts in Biotopflächen umgewandelt.

Ich freue mich über jede blühende Wildpflanze, aber eine liebe ich besonders: das Tausendgüldenkraut (Centaurium). Es gehört zu den Enziangewächsen. Ich liebe sie, weil sie so zart und rosa sind. Ganz neu für mich war der Bienenkäfer (Trichodes apiarius) mit seinem coolen rot-schwarzen Design.

Es gibt auf der Fläche im Sommer immer viel zu entdecken. Allerdings waren weniger Schmetterlinge als sonst zu sehen. Dafür wilder Thymian, Flockenblume, Nelken, Witwenblume, gelbes Labkraut und vieles mehr.

Bienenkäfer (Trichodes apiarius)
Brauner Grashüpfer
So können Wiesen aussehen…
Naturfotografie macht Spaß

Hier im Video:

Die Biotop-Fläche im Sommer

Unterwegs im Böhmerwald – Blühende Waldwiesen

Wo Natur Natur sein darf…

Was für ein Wunder, durch eine echte Sommerwiese zu laufen. So viele Schmetterlinge, so viele blühende Pflanzen, so viel Schönheit! Wie im Traum sind wir im Nationalpark Sumava durch lebendige Natur gelaufen.

So richtig kennen wir uns mit den vielen Arten nicht aus. Aber für wen es interessiert, habe ich eine kleine Zusammenstellung von Arten gemacht, die wir erkannt haben.

– Schmetterlinge: Brauner Waldvogel, Kleines Wiesenvögelchen, Perlmuttfalter, Mohrenfalter, Großer Feuerfalter, Baumweißling, Widderchen, Schwarzspanner, Dickkopffalter, Kleiner Fuchs und viele Bläuling-Arten.

– Blühende Pflanzen: Hain-Greiskraut, Arnika, Distel, Orangerotes Habichtskraut, Schlangenknöterich, Wiesen-Pippau, Wald-Wachtelweizen, Witwenblume, Lupine, Storchenschnabel, Teufelskralle, Natternkopf, sehr viele Arten von Lichtnelken und Glockenblumen.

Feuerfalter auf Lupine
Eine Quelle als Bar
Haus im Böhmerwald
Schmetterlinge überall
Alter Bergahorn

Und hier noch das Video dazu:

Naturbeobachtungen machen glücklich

Aug in Aug mit dem Feldhasen

Ich zeige hier einige Naturfotos, die in den letzten Tagen entstanden sind. Jedes ist mit starken Emotionen verbunden. Für mich ist es immer ein Wunder, einem Wildtier in die Augen schauen zu dürfen. Das erzeugt in mir Glücksmomente. Ich schaue meinen wilden Mitgeschöpfen in die Augen, sie schauen mich an und bleiben ruhig, atmen in meiner Nähe. Ich fühle mich dann mit ihnen verbunden und somit auch selber wild und frei.

Und ich bin dankbar, diese Momente immer öfter erleben zu dürfen. Denn bei jeder Naturbeobachtung lernt man etwas hinzu. Mit der Zeit begreift man besser, wo man genau hinschauen oder hinhören sollte.

Ich achte aber auch immer darauf, den Tieren nicht zu nah zu kommen. Mein Kamera-Zoom erlaubt mir, mit dem Auge ganz nah zu kommen. Auch ein Fernglas kann sehr hilfreich sein, Tiere aus sicherer Distanz zu beobachten. Letztens hatte ich zwei unschöne Erlebnisse: Ein Hund jagte die trächtige Häsin, die mir vor einigen Tagen über den Weg gelaufen war. Und gestern beobachtete ich ein Reh, ruhig ging es durch das Unterholz, als plötzlich hinter ihr ein Wanderer auftauchte. Das Tier sprang panisch auf und raste davon. Der Wanderer war quer durch den Wald gelaufen, das Reh und die panikartige Flucht waren ihm nicht aufgefallen. Es ist wichtig, gerade jetzt in der Setzzeit auf den Wegen zu bleiben. Wildtiere kennen den Verlauf von Wanderwegen und erschrecken weniger, wenn dort Menschen auftauchen. Geht man quer durch das Gebüsch, fühlen sich die Wildtiere sehr gefährdet.

Naturbeobachtungen sind auch viel schöner, wenn man die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten beobachten kann. Achtsamkeit und Respekt vor der Natur gehören einfach dazu.

Ein aufmerksames Reh
Eine Dorngrasmücke (Sylvia communis) bei der Morgentoilette
Der seltene Seidenreiher (Egretta garzetta) ist wieder da
Der Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) im Gebüsch

Und hier noch ein Naturvideo aus dem Rottal: