Bei allerschönstem Sonnenschein waren wir heute am Chiemsee. Es war wirklich beinahe wie am Meer. Man konnte lange schwimmen, das Wasser war lupenrein, junge Fische flitzten über den Sandboden des Sees. Am Strand planschten Kinder, ganz quietschvergnügt und schienen zu sagen: „Der Mensch braucht nur Wasser und Sand, um glücklich zu sein!“
Friedlich war es und schön. Schwäne flogen über mich hinweg, während ich schwamm. Ein Traum. Der Urlaub am Mittelmeer fehlt einem dann kaum mehr 🙂
Ein Haubentaucher schaut auf die Badegäste
Während wir in der Sonne am See saßen, fiel Berndt ein Gedicht ein:
Am Strand
Kurzgedicht zum Thema Glück
Die Kinder spielen an dem Strand. Sie brauchen Wasser nur und Sand. Verwundert fällt da manchem ein: Mit wenig kann man glücklich sein.
Black stork (more in English below) – Cigogne noire (texte en français plus bas)
Begegnung mit einem Schwarzstorch
Wie aus dem Nichts ist er aufgetaucht. Vor einigen Tagen hatte ich wieder eine Begegnung mit einem Schwarzstorch. Ich bin richtig dankbar, schon zum dritten Mal Schwarzstörche gesehen zu haben, denn diese Vögel sind selten und extrem scheu und wohnen ausschließlich in waldigen Gebieten, in denen sie nicht gestört werden. Diesmal erschien er plötzlich, als wir am Wald entlang radelten und zog lautlos über uns hinweg, um über einem Verkehrsschild hinweg wieder in den Wald vor uns zu „fliehen“. Ich habe so rasch gebremst, dass ich im Graben gelandet bin, sodass ich kein Foto machen konnte. Der Eindruck ist aber in mir so stark und lebendig, dass ich diesen Moment, als ich plötzlich die weiße Brust des großen Vogels sehen konnte, jetzt malerisch festgehalten habe. Ich hoffe, die Emotion kommt rüber. Und warum auf dem Schild „Nadia“ steht? Na ja, ich wollte den genauen Standort nicht angeben und so kam mir der Kasten für eine Signatur ganz praktisch vor 😊
Encounter with a black stork in our surroundings in Lower Bavaria
While we were cycling along a forest, a black stork suddenly appeared from nowhere. I am happy to have seen a black stork for the third time as they are very shy and rare in our region. He flew over a road sign showing me his white front and disappeared silently. What an emotion! As I was not able to take a photo. So I had to paint it.
Rencontre avec une cigogne noire en Basse-Bavière
J´ai décidément eu beaucoup de chance car cette rencontre a été la troisième de ma vie avec cet oiseau farouche et très rare dans notre région. Il a apparu soudainement pendant que nous longions une forêt en vélo. Je l´ai vu voler au-dessus de nos têtes et passer ensuite par-dessus un panneau indicateur pour disparaitre de nouveau entre les arbres. Quelle émotion ! Comme je n´ai pas eu le tempsde faire une photo, j´ai essayé de peindre la scène.
//Migratory birds at the European Nature Reserve Lower River Inn in Bavaria.
//Oiseaux migratoires dans la réserve naturelle de la rivière Inn en Basse-Bavière
//Zugvögel am Unteren Inn.
Große Brachvögel N(umenius arquata) mit Kiebitzen (Vanellus vanellus)
Für mich ist es einfach eine tolle Vorstellung, dass ich in derselben Welt lebe, in der auch Wildtiere ihren Lebensraum haben.
Gestern konnten wir wieder schöne Aufnahmen im Europareservat Unterer Inn machen. Viele Große Brachvögel, Kiebitze und auch Alpenstrandläufer waren zu sehen. Allerdings braucht man schon ein Fernglas oder einen starken Zoom, um sie genauer zu sehen, da sie meist auf den Schlickbänken mitten im Fluss stehen.
Tausende von Zugvögeln sammeln sich im Herbst in dieser Gegend. Es ist schwer zu sagen, woher beispielsweise die Brachvögel kommen. Vermutlich aus dem Norden und Osten, aber auch aus innerdeutschen Brutgebieten. Ein Ornithologe erzählte mir, in den letzten Wochen seien Seltenheiten wie Sanderling, Knutt, Sichelstrandläufer, Steinwälzer am Unteren Inn gesehen worden. Die meisten davon sind Brutvögel der Arktischen Tundra oder Nordsibirien.
Übrigens lohnt sich ein Besuch im Infozentrum „Naturium am Inn“. Wer im Europareservat unterwegs ist, erhält dort viel interessante Info über die Tier- und Pflanzenwelt: https://www.naturium-am-inn.eu/
Fliegende Brachvögel am Unteren InnUnd die Bläulinge schwirren vereinzelt noch herum.
Der Herbst kündigt sich langsam an. Es ist aber noch viel Leben in den Rottauen: wunderhübsche, bunte Stieglitze, die beeindruckende Raupe des Weinschwärmers mit ihren Scheinaugen, ein Mäusebussard auf der Jagd, blutrote Heidelibellen und Königslibellen.
Stieglitze – Goldfinchs – ChardonneretsRaupe des WeinschwärmersMäusebussardBlutrote HeidelibelleWanzeNickender ZweizahnBad Birnbach in Niederbayern