Der Künstlerhof – Ein Ort zum Glücklichsein – A farmhouse for artists

Künstlerhof im Rottal - Bianca Obermaier

Der Künstlerhof in Asenham / A wonderful place for artists and art lovers in Lower Bavaria

Im Sommer 2019 hatte Bianca Obermaier die Idee, in einem 300 Jahre alten Bauernhof auf einem Rottaler Hügel einen Platz für Kunst und Künstler*innen zu schaffen. Heute haben wir sie besucht und waren wieder einmal fasziniert von der beinahe surrealistisch anmutenden Atmosphäre des Hofes mitten in der Natur.

Une galerie d´art dans une vieille ferme dans le Sud-Est de la Bavière
Immer einladend: Der Künstlerhof mitten in der schönen Rottaler Natur in Asenham bei Bad Birnbach

Was daran so toll ist? Nun, zuerst einmal stellen in ihren Räumlichkeiten fast 30 Künstler und Künstlerinnen ihre Werke aus. Auch Veranstaltungen finden regelmäßig statt.  Und seit kurzem kann man sich an einen Holztisch setzen und Kaffee und „Kiachl“ vor der atemberaubenden Kulisse unter grünen Schirmen genießen. Die leckeren Kiachl werden von ihrer Familie frisch gebacken. Und noch etwas: Die Aussicht aus dem Klohäusl, das ihr Vater mit künstlerischem Instinkt gebaut hat, ist wahrscheinlich die schönste Klohäusl-Sicht der Welt!

Über uns kreiste während des ganzen Besuches ein Bussard und ließ seinen katzenartigen Schrei hören. Man kann auch von Asenham zu Fuß zum Künstlerhof über den Wanderweg 3: Asenham-Höll-Oberhitzling

Während des Wochenmarktes kann man übrigens die schönen und originellen Kreationen – dekorative Floristik aus Pflanzen, Holz und Metall – von Bianca in der Altholzhütte am Bad Birnbacher Marktplatz bewundern.

Ihr wollt mehr wissen? Die Journalistin Eva Hörhammer hat in den Rottaler Gsichtern den Hof so schön beschrieben, dass man es nicht besser machen kann: https://rottalergsichter.de/bianca-obermaier-inspiration-kuenstlerhof-floristik/

EN: A wonderful place for artists and art lovers in the beautiful nature of Lower Bavaria – 30 artists show their art work in an old farmhouse with an amazing panoramic view

FR: Une galerie d´art montrant le travail d´une trentaine d´artistes dans un vieille ferme en Basse-Bavière. On peut y admirer les œuvres d´art mais aussi prendre un café devant un panorama spectaculaire sur les collines de la région au Sud-Est de la Bavière à Asenham

Unter grünen Schirmen vor einem atemberaubendem Panorama träumen
Künstlerhof in Asenham bei Bad Birnbach
Kaffee und Kiachl am Künstlerhof

Flussuferläufer an der Rott

Flussuferläufer an der Rott

Der seltene Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) an der Rott bei Bad Birnbach.

A sandpiper at our river in Lower Bavaria / Un chevalier guignette dans notre rivière.

Gestern habe ich wieder einen ganz seltenen und gefährdeten Vogel an der Rott gesehen: Den Flussuferläufer. Er lief im rauschenden Wasser tänzerisch herum, das ist faszinierend. Und die zwei Seidenreiher waren auch da. Diese Vögel brauchen alle naturnahe Auen. Es freut mich, dass wir doch noch eine gewisse Artenvielfalt an der Rott haben.

Flussuferläufer an der Rott in Bad Birnbach

Das Pfarrkirchner Storchennest

Zum ersten mal brüten Weißstörche in Pfarrkirchen – Sie haben Nachwuchs bekommen

Heute haben wir die Pfarrkirchner Storchenfamilie besucht. Wir freuen uns SEHR, dass es geklappt hat und die Nisthilfe angenommen wurde! Das Storchenpaar hat Nachwuchs bekommen. Das Storchenkind ist recht stark und kann schon stehen.

For the first time, storks are breeding in our neighbouring town. A special nesting aid was built for them last year.

Zur Geschichte: Bei unseren Birnbacher Störchen hat es in diesem Jahr mit dem Nachwuchs nicht geklappt. Dafür aber in Pfarrkirchen. Zum ersten Mal brütet ein Weißstorchpaar dort. Nachdem im Mai letzten Jahres fünf Störche über eine Wiese marschiert sind, hat der Bürgermeister sehr schnell reagiert und in Windeseile mehrere Nisthilfen bauen und in der näheren Umgebung aufstellen lassen. (Die Nisthilfen wurden mit Begeisterung im Bauhof vom Bauhofleiter und seinem Team hergestellt). Und, siehe da, es hat sich gelohnt!

Hier noch ein kurzes Video über das Storchennest:

#pfarrkirchen #storchennest #störche #weißstorch #rottalinn

Von Störchen und Bären…

Ja, ich gebe ja zu: Der Titel ist irreführend. Denn es geht um den Schwarzstorch und den Schönbär. Der Schönbär ist nämlich ein Schmetterling, den wir heute zum ersten Mal gesehen haben und der tatsächlich sehr schön ist, wenn er auch kein Bär ist. Jedenfalls hatten wir heute bei unserer Radltour mächtig Glück!

–> Magie de la nature…Nous avons eu la chance aujourd’hui de voir une cigogne noire et un papillon merveilleux: une écaille lustrée (Callimorpha dominula)

–> We were lucky to discover a Black Stork in the sky and to see a scarlet tiger moth for the first time – A beautiful butterfly!

Schwarzstorch im Rottal
Der Schwarzstorch schraubt sich in die Höhe / Black Stork in Lower Bavaria
Schönbär im Rottal in Niederbayern
Ist er nicht unglaublich schön, der Schönbär? Callimorpha Dominula
Mäusebussard
Meditierender Mäusebussard
Rottaler Landschaften

Und hier noch ein Film über einen Sommer-Spaziergang an der Rott. Zu sehen ist ein Graureiher, die Rottauen, eine Ringelnatter und Schmetterlinge. Schön entspannend:

A short film about a walk along our river – Nature, herons, butterflies // Kurzfilm über die Rottauen im Sommer

Verliebte Tiere – Alles Darwin oder was?

Können sich Tiere verlieben? Empfinden sie Liebe zueinander? Bis vor kurzem wurde das von Naturwissenschaftlern verneint. Inzwischen geht man etwas offener mit dem Thema um. Die Frage stelle ich mir oft, während ich durch die Natur gehe und Wildtiere beobachte und fotografiere.

In der letzten Ausgabe des ROTTALER GSICHTER Magazins durfte ich als Co-Autorin in der Rubrik „Unterwegs mit Nadia“ über meine Einstellung und Gedanken zum Thema schreiben. Schon der Titel: „VERLIEBTE TIERE – ALLES DARWIN ODER WAS?“ stellt die traditionellen Antworten in Frage.

Bei einer Internetrecherche stieß ich nun zufällig auf eine Studie zur ““Freundschaft“ bei Huftieren“.

Die Biologin Dr. Anja Wasilewski analysiert in ihrer Dissertation aus dem Jahr 2003 mit wissenschaftlichen Kriterien und gesicherten sowie experimentellen Methoden „Freundschaften“ unter Pferden, Eseln, Schafen und Rindern. Zwei Jahre lang und ganze 1500 Stunden beobachtete die Autorin Herden in England.

Als „Freundschaft“ bezeichnet die Autorin positive soziale Bindungen zwischen nicht-verwandten Tieren, die nicht von sexueller Motivation bestimmt werden. Dabei dokumentiert sie akribisch das Verhalten von Herdentieren wie beispielsweise soziale Fellpflege, Körperkontakte beim Ruhen und Futterteilen. Bei Schafen, die keine soziale Fellpflege betreiben, wurden weitere Verhaltensweisen hinzugenommen: Horn- bzw. Kopfreiben und Verweilen im Wangenkontakt.

Bisher wurden freundschaftliche Gefühle nur Menschen und später auch Primaten zugestanden. Was bei der Studie herauskam? Nun – was wir alle ahnen… „Der Nachweis von Freundschaften war bei allen vier Tierarten erfolgreich und erfordert eine Ausweitung des Freundschaftskonzepts über die Ordnung der Primaten hinaus.“ Die Autorin erkennt in den beobachteten Bindungen eine Art „sozialer, emotionaler Unterstützung“.

Mich freut diese Studie ganz besonders, weil in der Biologie oftmals Erkenntnisse in der Vergangenheit eher über sezierte Tiere als über lebendige Tiere und deren Interaktionen gewonnen wurden. Und weil solche Arbeiten dazu beitragen könnten, dass wir unseren Umgang mit Nutztieren anpassen.

Wer Interesse hat, kann die von der Philipps-Universität Marburg veröffentlichte Studie hier direkt ansehen: https://core.ac.uk/download/pdf/147498303.pdf

Zum ROTTALER GSICHTER Magazin: Es ist die Print-Ausgabe des Online-Magazin „Rottaler Gsichter“ der Journalistin und Soziologin Eva Hörhammer: https://rottalergsichter.de/

Freundschaft unter Tieren
Freundschaft unter Tieren? Das ist nicht nur möglich, sondern auch wissenschaftlich bewiesen