
Bei so schönem Wetter braucht man manchmal einfach Mut zum Kitsch 🙂

Bei so schönem Wetter braucht man manchmal einfach Mut zum Kitsch 🙂







Our first bike ride in this year.
Unsere erste Radtour in diesem Jahr. Von Birnbach sind wir gestern nach Langeneck geradelt. Welch ein Traum!
Auf der Tour begegneten wir Rehen, Feldhasen und Kaninchen. Ein Graureiher mit Honigblick und ein stolzer Hahn ließen sich gerne ablichten. Wunderschöne, riesige Vierseithöfe lagen auf dem Weg. Als musikalischen Hintergrund gab es den fröhlich-beschwingten Gesang von unermüdlichen Feldlerchen und das durchdringende Pfeifen der Kiebitze. Aus allen Büschen und Bäumen trällerte, zwitscherte und sang die Vogelwelt.
Hoffentlich bleiben uns diese Wunder auch in Zukunft erhalten!

Bavarian landscape
Rottaler Landschaft
Charakteristisch für das Rottal ist die weite, leicht geschwungene Landschaft unter einem großen Himmel, bewaldete Hügelkuppen sowie ein Flickenteppich von Äckern und Feldern.
Ich freue mich sehr über das neue Gemeinschaftsprojekt „Streuobstwiesen“ in Bad Birnbach. Es wird helfen, die gewachsene Kulturlandschaft in der Gegend zu erhalten.


The lapwings are back – Les vanneaux huppés dans notre village.
Die Birnbacher Kiebitze sind wieder da!
Seit einigen Tagen laufen sie wieder über die Felder und heute war Fotoshooting-Termin. Jetzt in der Brutzeit kann man die Männchen gut beim Balzflug (rasant im Zickzack mit plötzlichen Abstürzen) beobachten und die klagenden Rufe hören.
Das Männchen erkennt man an der langen Holle und dem schwarzen Kehlfleck.
Kiebitze (vanellus vanellus) gehören zu den Regenpfeifern und sind Bodenbrüter. Wir wünschen ihnen viel Glück und Bruterfolg!
Denn leider hat sein Bestand auch in Bayern drastisch abgenommen, er gilt als „stark gefährdet“.
„Der Bestand hat zwischen 1980 und 2005 um ca. 60 % abgenommen. Gründe sind vorwiegend der Verlust an Feuchtgebieten, hohe Gelege- und Jungvogelverluste durch frühe Mähtermine und vermutlich auch Nahrungsengpässe für flügge Jungvögel auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen.“: Info vom Bayerischen Landesamt für Umwelt

Ich LIEBE Natur und Tiere. Oftmals fehlt die Information über regionale Vorkommen. Und ich glaube, man kann Natur besser schützen, wenn man weiß, was da so kreucht und fleucht 🙂
Deswegen freue ich mich sehr, dass mein Beitrag „Achtung Tierbabys!“ im „Kurspatz“, der Infozeitschrift des Kurortes, veröffentlicht wurde:

Achtung, Tierbabys!
Wussten Sie, dass wir in Bad Birnbach noch eine ungewöhnlich artenreiche Tierwelt haben? Selbst im Kurpark werden immer wieder Wildtiere beobachtet. Gerade im Frühling hat man manchmal das große Glück, einen Blick auf inzwischen selten gewordene Tiere zu erhaschen.
Dass eine Biberfamilie am Weiher am Altrottarm lebt, kann man schon anhand der zahlreichen charakteristischen Spuren erkennen. Biber kriegen ihre Babys im Mai, waren lange in Bayern ausgerottet und sind inzwischen geschützt. Als „Landschaftsgestalter“ schaffen sie wichtigen Lebensraum für viele Pflanzen, Fische, Amphibien, Insekten und Vögel.
Auch eine Fasanenfamilie ist im Kurpark heimisch und führt die Küken in angrenzenden Wiesen und Feldern spazieren; Feldhasen spielen oftmals in der Abenddämmerung im Gras. Auf den Feldern und Wiesen der Umgebung brütet noch der hübsche Kiebitz. Als Bodenbrüter ist er schon ab März ganz besonders in Gefahr, von Menschen oder frei laufenden Hunden aufgestöbert zu werden.
Wenn Sie achtsam durch den Kurpark, den Wald um Bad Birnbach oder an der Rott entlang gehen, gelingt es Ihnen bestimmt, Baumläufer und Kleiber an Stämmen zu sehen oder dem harmonischen Gesang von Mönchsgrasmücke, Stieglitz und Goldammer zu lauschen. Auch der Eisvogel zischt manchmal über Wasserflächen. Welch ein Schauspiel!
Ganz besonders stolz sind wir auf den Besuch eines Nachtreihers im Oktober 2018: der extrem seltene Jungvogel saß ganz still auf einem Ast im Weiher. In ganz Deutschland werden nur noch ca. 20 Brutpaare vermutet, der Nachtreiher wird in der Roten Liste der Brutvögel als „stark gefährdet“ aufgeführt. Dass er in Bad Birnbach gesehen wurde, spricht dafür, dass es hier noch intakte Biotope gibt.
Diese Wildtier-Arten haben es in unserer Welt immer schwerer. Wir alle tragen die Verantwortung, an ihrem Erhalt mitzuwirken, damit unsere Natur auch in Zukunft lebendig bleibe. Denn ein achtsamer Umgang mit unserer Umgebung dient nicht nur den Tierbabys, sondern tut auch Körper, Geist und Seele gut.
Fotos: Nachtreiher im Kurort, Kiebitz mit Nachwuchs in Bad Birnbach
Text und Fotos: Nadia Baumgart